Wer bestimmte Medikamente gegen Epilepsie, starke Schmerzen oder Blut­verdünner mit Phen­procoumon verordnet bekommt, muss fortan exakt das Mittel erhalten, das auf dem Rezept steht. Apotheker dürfen es nicht gegen ein wirk­stoff­gleiches austauschen. Das zeigt eine Liste vom Gemein­samen Bundes­ausschuss (GBA), der über die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen entscheidet. Von vielen Originalmedikamenten gibt es Nach­ahmerpräparate, Generika genannt. Der Austausch unter­einander ist meist unpro­blematisch – außer bei Wirk­stoffen mit schmalem Grat zwischen Wirkung und Neben­wirkungen. Solche hat der GBA bestimmt. 2014 schloss er zudem bereits Schild­drüsenhormone sowie einige immund­ämpfende und Herz­mittel vom Austausch aus.

Tipp: Ob Ihr Medikament betroffen ist, erfahren Sie vom Apotheker. Er kann das in seiner Software ablesen und muss die Regelung beachten.

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