Stellt sich heraus, dass ein verletztes Kniegelenk bereits durch Verschleiß vorgeschädigt war, darf der private Unfallversicherer Leistungen zurückverlangen. Das kann selbst dann passieren, wenn der Verunglückte vor dem Unfall nie Beschwerden hatte und auch kein ärztlicher Befund vorlag.

Das Landgericht Dortmund verurteilte einen Versicherten dazu, mehr als 5 000 Euro an seinen Versicherer zurückzuzahlen (Az. 2 O 235/09). Der Mann hatte sich bei einem Arbeitsunfall das Knie verdreht und war längere Zeit arbeitsunfähig. Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass in dem verletzten Knie bereits vorher der Knorpel geschädigt und der Meniskus gerissen war.

Der Versicherer darf seine Leistungen um den Anteil der Vorschäden kürzen, wenn diese zu mindestens 25 Prozent zu der Gesundheitsschädigung beigetragen haben.

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