Geld­werte Vorteile Meldung

Radeln ins Büro: Ein Dienst­rad ist eine ideale Lösung für Arbeitnehmer.

Elektrofahr­räder sind als Bonus zum Gehalt beliebt. Jetzt ist geregelt, dass das Aufladen der Räder an der Lade­station des Chefs steuerfrei ist. Das steht in einem aktuellen Schreiben des Bundes­finanz­ministeriums (Gz. IV C 5 - S 2334/14/10002-06). Bisher galt die Regelung nur für E-Bikes, die mehr als 25 Kilo­meter pro Stunde fahren können und eher selten sind.

Geld­werter Vorteil

Dürfen Mitarbeiter mit dem Dienst­rad auch privat radeln, gilt das steuerlich als geld­werter Vorteil. Den müssen sie nach der 1-Prozent-Regel versteuern: Als Durch­schnitts­wert der privaten Nutzung wird in der monatlichen Gehalts­abrechnung 1 Prozent vom Preis des Fahr­rads angesetzt. Grund­lage ist die unver­bindliche Preis­empfehlung des Herstel­lers mit Mehr­wert­steuer – abge­rundet auf volle 100 Euro.

Beispiel

Liegt der Preis des Dienst­rads zu Nutzungs­beginn bei 2 500 Euro, beträgt der geld­werte Vorteil 25 Euro im Monat. Je nach Steu­ersatz zahlen Arbeitnehmer durch die Nutzung des Bikes vom Chef monatlich zwischen 3 und 11 Euro mehr Lohn­steuer und Soli.

Vorteil

Mit der 1-Prozent-Rechnung sind neben allen privaten Fahrten auch die zwischen Wohnung und erster Tätig­keits­stätte abge­deckt. Das ist beim Dienst­wagen oder E-Bike, das als Kfz gilt (Kenn­zeichen und Versicherungs­pflicht), anders. Dafür müssen Nutzer zusätzlich pro Monat für den Weg zur ersten Tätig­keits­stätte 0,03 Prozent vom Herstel­lerpreis für jeden Entfernungs­kilometer als geld­werten Vorteil abrechnen. Günstig: Ob Kfz oder nicht – die Entfernungs­pauschale für den Weg zur Arbeit dürfen auch Nutzer von Dienst­rädern geltend machen.

Dienst­wagen plus Dienst­rad

Gibt es Dienst­rad und Dienst­auto als Bonus zum Gehalt, ist beides zu versteuern. Für die private Nutzung sind Steuern nach der 1-Prozent-Regel fällig.

Tipp: Wenn Sie das Rad nur dienst­lich nutzen, vereinbaren Sie das schriftlich. Dann sind dafür keine Steuern fällig.

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