Geldwäsche Meldung

Europa will Geldwäschern das Leben schwerer machen. Künftig sollen nicht allein Banken und Versicherungen, sondern auch Schmuckhändler, Auktionshäuser und Casinos sowie Steuerberater und Anwälte offensichtliche Versuche von Geldwäsche anzeigen. Zudem können EU-Länder solche Informationen zur Verfolgung anderer Straftaten wie Steuerhinterziehung nutzen.

Allerdings werden Rechtsanwälte weiterhin keinerlei Meldepflicht unterliegen, wenn sie nur einen leisen Verdacht hegen. Die anwaltliche Schweigepflicht bleibt also erhalten. Auf diesen Kompromiss zwischen Strafverfolgung und Bürgerrecht einigten sich das Europäische Parlament und die Regierungen der Europäischen Union. Damit ist nach jahrelangen Verhandlungen der Weg für eine schärfere EU-Richtlinie zur Geldwäsche frei.

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