Zahlreiche Geldmarktfonds haben sich in der Finanzkrise mit riskanten Papieren verspekuliert, darunter der SEB Money Market (Isin DE 000 976 915 8). Der Fonds hat in der Spitze 45 Prozent verloren (von Juni 2008 bis April 2009).

Ende April hat die Fondsgesellschaft die Reißleine gezogen, die Vermögensstruktur komplett verändert und alle ­Verlustbringer verkauft. Anleger, die im Fonds bleiben wollten, sollten nach ­Aussage der SEB nicht durch weitere Rückgabewünsche benachteiligt werden. Jetzt hält der Fonds nur noch sichere Anlagen, wie es sich für einen Geldmarktfonds gehört.

Das Dumme ist nur, dass die verbleibenden Anleger jetzt keine Chance mehr haben, ihre Verluste jemals wieder aufzuholen. Nur deshalb haben viele ihre Anteile nicht verkauft.

Die Fondsgesellschaft selbst hatte sich noch Anfang März 2009 von der Qualität der Papiere im Fonds überzeugt gezeigt. Bei keinem Titel sei ein Zahlungsausfall zu erwarten, hieß es damals. Die schlechten Preise seien den Marktverwerfungen infolge der Finanzkrise geschuldet (siehe Rentenfonds Euro > „Geldmarktfonds“). Andere Geldmarktfonds, die sich mit ähnlichen Papieren verzockt haben wie der SEB Money Market, sind inzwischen wieder auf Erholungskurs.

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