Viele Anleger parken ihr Geld zurzeit in Geldmarktfonds. Allein im ersten Quartal 2002 verzeichnete der Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungs-Gesellschaften Mittelzuflüsse in Höhe von 4,2 Milliarden Euro bei den 86 Geldmarktfonds in Deutschland. Das Volumen dieser Fonds erreichte Ende März 2002 einen Stand von 54,2 Milliarden Euro. Die Fonds investieren das Geld der Anleger in Festgeldanlagen, Geldmarktpapiere und Anleihen mit kurzen Laufzeiten bis zu mehreren Monaten. Sicher für deutsche Anleger sind Fonds, die auf Euro lautende Papiere kaufen.

Mit dem besten Geldmarktfonds, dem H & A Universal-Geldmarktfonds, konnten Anleger im vergangenen Jahr eine Rendite von 5,5 Prozent erzielen.

Das ist deutlich mehr, als der Vergleichsindex von Salomon Smith Barney schaffte, nach dem es im Durchschnitt am Geldmarkt 4,1 Prozent im vergangenen Jahr zu verdienen gab. Der schlechteste Geldmarktfonds war der Fidelity Euro Currency (WKN 974 163), er konnte seinen Wert nur um 2,9 Prozent steigern.

Hauptgrund für die unterschiedliche Wertentwicklung der Geldmarktfonds ist die jährliche Verwaltungsgebühr der Fondsgesellschaften. Meistens sind die schlechten Fonds auch die teuersten. Nach Angaben des Fondsresearch-Unternehmens Feri Trust verlangt der teuerste Anbieter eine jährliche Managementgebühr von 1,20 Prozent, der billigste begnügt sich mit 0,15 Prozent.

Tipp: Prüfen Sie die jährliche Managementgebühr Ihres Geldmarktfonds. Sie sollte nicht mehr als 0,50 Prozent betragen. Sie können die Gebühr über das Internet finden oder bei der Fondsgesellschaft erfahren. Attraktive Alternativen sind Tagesgeldkonten von Direktbanken.

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