Geldautomaten Meldung

Kaum hat die EU-Kommission bei den Banken durchgedrückt, dass Bargeldabhebungen in anderen EU-Ländern nicht teurer sein dürfen als im Inland, schon nutzt das Geldgewerbe ausgerechnet diese Vorschrift, um die Preise zu erhöhen. Anstatt – wie von der EU beabsichtigt – die Auslandsgebühren zu senken, wird Abheben im Inland verteuert, rechtzeitig vor der Urlaubssaison.

Beispiele: Die Hamburger Sparkasse nimmt jetzt 3,95 statt bisher 3,25 Euro, die Landesbank Baden-Württemberg statt bisher 2,50 jetzt mindestens 3 Euro von Fremdkunden, wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg feststellt. Immerhin sorgt eine Umstellung des Gebührensystems für mehr Transparenz: Bisher klebte am Geldautomaten ein Hinweis, wie teuer sich die Bank das Geldabheben durch Fremdkunden bezahlen ließ. Die eine nahm mehr, die andere weniger. Nun legt die Bank des Kunden den Preis fest, sodass es ihn immer denselben Betrag kostet, egal bei welcher anderen Bank er abhebt, ob in Deutschlands oder im EU-Ausland. Wer wissen will, wie viel das kostet, braucht also nur bei seiner Bank zu fragen.

Wichtig: Diese Kosten werden nur an fremden Automaten fällig, nicht bei der eigenen Bank. Außerdem haben sich viele Institute zu Automatenverbünden zusammengeschlossen. Kunden der Mitgliedsbanken bekommen innerhalb des Verbunds kostenlos Bares.

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