Geldautomaten Meldung

Gleich am Automaten soll der Kunde künftig sehen können, was ihn das Geldabheben kostet.

Mit einer gemeinsamen Aktion wollen die Kreditinstitute die Gebührenexplosion am Geldautomaten stoppen.

Plan. Bankkunden sollen fürs Geldab­heben an Automaten fremder Institute künftig nicht mehr als 5 Euro pro Ab­hebung bezahlen müssen. Der ge­naue Betrag soll beim Abheben auf dem Bildschirm des Automaten erscheinen. Darauf haben sich die Spitzenverbände der Kreditwirtschaft (ZKA) verständigt.

Zukunft. Die Neuregelung soll laut ZKA-Pressesprecher Stefan Marotzke ab sofort für 18 Monate gelten. „Dazu müssen aber die Banken und Sparkassen erst noch ihre Geldautomaten um­rüsten“, sagte er gegenüber Finanztest, ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen. Nach anderthalb Jahren werde der freie Markt die Kosten regeln. Eine neutrale Überwachungsstelle soll dann laut Marotzke kontrollieren, dass keine Bank oder Sparkasse überzogene Gebühren verlangt.

Streit. Bei Redaktionsschluss wurde über den endgültigen Höchstbetrag noch gestritten. Der Bundesverband Deutscher Banken (BdB) erklärte, der Maximalbetrag solle künftig „eher bei 2 als bei 5 Euro liegen“. Sparkassen und Volksbanken beharrten auf 5 Euro. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner sagte, dass 5 Euro für die Abhebung von Bargeld an einem Geldautomaten „nur die absolute Obergrenze sein könnte“.

Vorgeschichte. Banken und Sparkassen wurden zuletzt wegen hoher Abhebegebühren kritisiert. Vereinzelt mussten Kunden sogar bis zu 10 Euro zahlen (siehe Finanztest 3/2010, S. 9).

Tipp. An den Automaten der eigenen Bank oder des Bankenverbundes ist das Geldabheben meist kostenlos. Achten Sie deshalb bei der Auswahl eines Girokontos darauf, dass Sie einen Automaten in Wohnortnähe oder auf dem Arbeitsweg haben. Kostenlose Girokonten und die Anzahl der Geldautomaten finden Sie unter www.test.de/girokonten.

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