Geldautomaten Meldung

Weniger als zwanzigmal pro Jahr geht der erwachsene Durchschnittsdeutsche zum Geldautomaten, und dann nimmt er gleich 305 Mark mit, ermittelten die Marktforscher der britischen Retail Banking Research.

Ganz anders verhalten sich hingegen die Finnen oder Portugiesen. Sie gehen viel häufiger zum "Geldziehen" ­ die Portugiesen mehr als 40mal pro Jahr, die Finnen im Schnitt jede Woche einmal. Dafür nehmen sie aber auch nur wenig Geld mit, nämlich nur rund 100 Mark.

Grund für dieses Verhalten ist nicht die Gebührenstruktur für Bargeldabhebungen am Automaten, meint man im Bundesverband Deutscher Banken. Die meisten Kunden würden ihr Geld an kostenfreien Automaten holen. Wahrscheinlicher sei, dass der unterschiedliche Umgang mit Kartengeld dafür verantwortlich ist. Oder schlicht und einfach Unterschiede in der nationalen Mentalität.

Nach den Ermittlungen der britischen Marktforscher gab es Ende 1999 weltweit rund 866.000 Geldautomaten, ein Viertel davon in Westeuropa. Allein in Deutschland finden sich 46.400 Apparate, neue kamen im vergangenen Jahr kaum noch hinzu. Für eine Million Bundesbürger stehen damit knapp 600 Geldmaschinen zur Verfügung. Die höchste Automatendichte besteht allerdings in Japan ­ auf eine Million Japaner kommen 1.150 Geldautomaten.

Immer beliebter bei den europäischen Bankkunden werden Geldautomaten, die sich in Supermärkten befinden. Im Autofahrerland Deutschland allerdings stehen die meisten Geldautomaten dieser Gruppe an Tankstellen.

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