Banken müssen im Streitfall beweisen können, dass ein Geld­automat ordnungs­gemäß funk­tioniert hat. Das hat das Amts­gericht Aachen entschieden (Az. 105 C 278/15).

Im verhandelten Fall hatte ein Bank­kunde behauptet, er habe 800 Euro an dem Geld­automaten abheben wollen, dann aber den Auszahlungs­vorgang abge­brochen, weil sein Verfügungs­rahmen auf 600 Euro begrenzt war. Geld sei ihm nicht ausgezahlt worden. Das Konto des Kunden wurde dennoch mit 600 Euro belastet.

Die Bank muss das Geld erstatten, so urteilten die Richter. Ein Sach­verständiger hat zwar erklärt, dass der Auto­mat höchst­wahr­scheinlich korrekt gearbeitet habe. Das reichte dem Gericht aber nicht. Die Zweifel an der Funk­tions­fähig­keit des Geld­automaten seien nicht voll­ständig ausgeräumt. Trotz mehr­facher Aufforderung des Sach­verständigen hatte die Bank das Geräte­protokoll für den Vorgang nicht vorgelegt.

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