Geringe Steuer auf Sofortrente: Das Finanz­amt verdient nur wenig

Eine Sofortrente ist steuerlich attraktiv. Steuer­pflichtig ist nur der geringe Ertrags­anteil, dessen Höhe vom Jahr des Renten­beginns abhängt. Wird die erste Privatrente über­wiesen, wenn der Versicherte 65 Jahre ist, sind nur 18 Prozent davon steuer­pflichtig. Von 235 Euro Rente zählen 42,30 Euro zum steuer­pflichtigen Einkommen.

Die Höhe der Steuer darauf hängt von den sons­tigen steuer­pflichtigen Einkünften ab. Wer wenig Einkommen hat, zahlt vielleicht gar keine Steuern auf seine Rente. Maximal kassiert das Finanz­amt von beispiels­weise 235 Euro Monats­rente rund 20 Euro, pro Jahr also 240 Euro — von sehr gutbetuchten Ruhe­ständ­lern. Diesen Rentnern ginge in etwa eine Rente jähr­lich verloren.

Abgeltung­steuer

Auf Bank­zinsen sind 25 Prozent Abgeltung­steuer fällig. Hat ein Kunde wie im Beispiel 60 000 Euro angelegt, kassiert er bei 3 Prozent Zins daraus 1 800 Euro jähr­lich. Sind das seine einzigen Kapital­erträge, zählen wegen des Sparerpausch­betrags nur 999 Euro fürs Finanz­amt. 25 Prozent davon wären knapp 250 Euro Abgeltung­steuer – das ist etwas mehr als bei der Privatrente. Ehepaare haben zusammen zwei Sparerpausch­beträge. Ohne anderweitiges Vermögen sinkt ihre Steuerlast so auf 50 Euro. Da ein Spar­guthaben durch Entnahmen kleiner wird, verringern sich die Zins­erträge im Laufe der Jahre und damit auch die Abgeltung­steuer.

Auch beim Verkauf von Investmentfonds­anteilen kommt die 25-prozentige Abgeltung­steuer ins Spiel. Sie fällt auf alle Kurs­gewinne an, sofern die Anteile ab 2009 gekauft wurden.

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