Bank­auszahl­plan: Auszahl­plan passt genau

Auszahl­pläne sind zurzeit schlecht verzinst. Doch sie bieten bequem eine sichere monatliche Auszahlung für eine feste Lauf­zeit.

Weder die Auswahl noch die Höhe der Zinsen von Bank­auszahl­plänen ist derzeit über­zeugend. Wir haben nur fünf Anbieter mit bundes­weitem Angebot gefunden. Die Verzinsung des Kapitals, das Anleger auf einen Schlag investieren, ist bei allen ausgesprochen mager.

Für Beträge zwischen 10 000 Euro und 15 000 Euro gibt es zum Beispiel über fünf Jahre Lauf­zeit nur 2,5 Prozent bis 2,8 Prozent Zinsen. Das beste Angebot für diese Lauf­zeit hat die Debeka. Für längere Lauf­zeiten gibt es nur unwesentlich mehr. Deshalb ist eine lange Bindung während eines Zins­tiefs wie im Moment nicht zu empfehlen.

Dennoch finden Auszahl­pläne Kunden. Denn sie lassen sich so anpassen, dass Anleger Monat für Monat genau den benötigten festen Betrag erhalten.

Einige Kunden investieren zum Beispiel in einen Entnahme­plan, um finanzielle Engpässe wegen Alters­teil­zeit bis zum Renten­beginn zu über­brücken.

Groß­eltern und Eltern entscheiden sich für Auszahl­pläne, um ihren Enkeln oder Kindern über Jahre die Kosten für eine Privatschule oder das Studium zu finanzieren.

Das geht sogar steuerfrei, wenn Oma und Opa beispiels­weise 30 000 Euro in einen Bank­auszahl­plan einzahlen, um für fünf Jahre den Unterhalt der studierenden Enkelin zu bezahlen. Haben sie selbst den Sparerpausch­betrag von 1 602 Euro über­schritten, schließen sie den Plan auf den Namen der Enkel­tochter ab. Die Enkelin hätte bei 2,8 Prozent Zinsen jeden Monat rund 535 Euro steuerfrei zur Verfügung.

Denn wenn sie keine weiteren Einkünfte aus einem Studentenjob hat, kann sie mit einer Nicht­ver­anlagungs­bescheinigung vom Finanz­amt 8 841 Euro pro Jahr steuerfrei bekommen.

Sicher, aber unflexibel

Für einen Auszahl­plan spricht die hohe Sicherheit. Denn Zinsen und Lauf­zeit werden bei Vertrags­schluss fest vereinbart.

Gegen die Entnahme­pläne spricht, dass sie völlig unflexibel sind. Nach­träglich lässt sich weder die Höhe der monatlichen Rate verändern, noch kann der Plan während der vereinbarten Lauf­zeit gekündigt werden.

Deshalb sollten Anleger niemals ihr ganzes freies Kapital in einen Auszahl­plan stecken. Ein Teil des Kapitals sollte für Notfälle auf einem Tages­geld­konto liegen.

Auszahl­pläne werden von Banken mit und ohne Kapital­verzehr angeboten. Pläne mit Kapital­erhalt sind in Zeiten nied­riger Zinsen kaum zu empfehlen. Hier müsste der Kunde sehr hohe Beträge anlegen, um nach Steuern eine nennens­werte monatliche Auszahlung zu erzielen.

Bei Verträgen mit Kapital­verzehr werden die monatlichen Raten so gewählt, das am Ende der Lauf­zeit das Kapital samt Zins und Zinseszins verbraucht ist.

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