Häufige Fragen zum Pantoffel-Portfolio: Von Mindest­anlage bis Steuererklärung

Wo kann ich ETF kaufen?

ETF gibt es bei jeder Bank. ETF steht für börsen­gehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds), das heißt, Sie kaufen die Fonds über die Börse und verwahren sie im Bank­depot.

Wie viel kostet der Kauf von ETF?

Das kommt auf die Bank an. Bei Filial­banken sind für den Kauf meist 1 Prozent Gebühren fällig, berechnet vom Kurs­wert der gekauften Anteile. Die Banken kassieren in der Regel einen Mindest­betrag von 25 oder 35 Euro. Wenn Sie für 2 000 Euro ETF kaufen, zahlen Sie nicht 20 Euro, sondern eben 25 oder 35 Euro.

Was kostet ein Depot?

Auch das ist unterschiedlich. Führen Sie Ihr Depot bei der Filiale um die Ecke, dann kostet das meist mehr, als wenn Sie es online verwalten. Direkt­banken bieten oft kostenlose Depots.

Wie viel muss ich mindestens anlegen, wenn ich mir ein Pantoffel-Portfolio bauen will?

Auch das kommt auf die Bank an. Je höher die Mindest­gebühr, desto größer sollte Ihre Anlagesumme sein. Außerdem spielt es eine Rolle, wie Sie Ihr Geld aufteilen. Für das ausgewogene Depot mit zwei Fonds brauchen Sie am wenigsten Geld. Ein Beispiel: Berechnet Ihre Filial­bank 1 Prozent Trans­aktions­kosten, mindestens aber 25 Euro für jeden Kauf oder Verkauf, sollten Sie mindestens 25 000 Euro investieren. Sonst schlagen die Mindest­kosten zu stark zu Buche. Dabei fallen weniger die anfäng­lichen Kauf­kosten ins Gewicht als später die Kosten für die Umschichtung.

Warum brauche ich Rentenfonds? Kann ich nicht mein Tages­geld behalten?

Rentenfonds haben zwei Vorteile: Zum einen sind die Rendite­chancen höher, zum anderen laufen sie unbe­grenzt. Um immer das beste Tages­geld zu bekommen, müssen Sie sich ständig kümmern. Aber wenn Sie unbe­dingt wollen, behalten Sie Ihr Tages­geld.

Kann ich meine aktiv gemanagten Fonds behalten?

Der Aufwand ist größer. Sie müssten dann zusätzlich die Finanztest-Bewertung der Fonds im Auge behalten. Schlechte Fonds sollten Sie verkaufen und dafür markt­breite ETF wählen.

Welche Art von Fonds soll ich kaufen, ausschüttende oder thesaurierende?

Wenn Sie einen thesaurierenden Fonds kaufen, müssen Sie sich nicht um die Wieder­anlage der Erträge kümmern. Die bleiben im Fonds. Bei ausländischen thesaurierenden Fonds wird aber die Steuererklärung bei Verkauf aufwendiger, weil die Fonds­gesell­schaft die Abgeltung­steuer nicht auto­matisch abzieht. Sie müssen das selbst in Ihrer Steuererklärung angeben.

Wie gebe ich Erträge in meiner Steuererklärung an?

Sie bekommen von Ihrer Bank eine Steuer­bescheinigung. In der Regel kommt sie auto­matisch, wenn nicht, haken Sie nach. Dort steht alles Notwendige drin. Manchmal erstellt die Bank die Bescheinigung, obwohl noch nicht alle ausländischen Fonds­gesell­schaften ihre thesaurierten Erträge gemeldet haben. Sie können die Steuererklärung trotzdem abgeben und dem Finanz­amt später die Thesaurierungs­anzeige nach­reichen.

Was ist sicherer, ein ETF, der Swaps kauft, oder die Original­titel?

Aus unserer Sicht sind die Risiken vergleich­bar. ETF, die Original­titel kaufen, verleihen diese häufig. Ein Swap-ETF kauft Wert­papiere, die nicht unbe­dingt die aus dem Index sind, und bildet den Index dann über ein Tausch­geschäft ab. Swap-Fonds sind manchmal steuerlich einfacher. Dies ist der Fall, wenn sie keine steuer­pflichtigen Ausschüttungen haben.

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