Geldanlage im Ausland Meldung

Ab dem 1. Juli müssen Anleger aus Staaten der Europäischen Union (EU) in der Schweiz auf Zinsen 35 Prozent statt bisher 20 Prozent EU-Quellensteuer zahlen. Die erhöhte Steuer wird auch in Österreich, Luxemburg, Andorra, Liechtenstein, Monaco, San Marino, Guernsey, Britische Jungferninseln, Jersey, Turks- und Caicosinseln fällig.

Alle anderen EU-Länder und Anrainerstaaten müssen keine EU-Quellensteuer kassieren, weil sie sich am automatischen Informationstausch beteiligen. In Belgien schicken die zinsauszahlenden Banken seit dem Jahr 2010 automatisch Kontrollmitteilungen an das Finanzamt am Wohnsitz des Kontoinhabers in der Europäischen Union. Seit Januar 2011 gilt das auch für Curaçao, St. Martin und ab Juli für die Insel Man.

Tipp: Ihre ausländischen Zinsen müssen Sie in jedem Fall in Ihrer Steuererklärung angeben, auch wenn Sie EU-Quellensteuer gezahlt haben. Das deutsche Finanzamt rechnet die EU-Quellensteuer voll an. Als Nachweis müssen Sie eine Bescheinigung beifügen, aus der hervorgeht, dass die ausländische Bank Steuern gemäß der EU-Zinsrichtlinie von Ihren Kontoerträgen abgeführt hat.

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