Geldanlage für Senioren Meldung

Sicherheit im Ruhestand bieten Renten-versicherungen, doch rentabel sind sie selten. Wer es sich leisten kann, sollte die Chancen von Fonds nutzen.

Geschickt angelegt versüßt das Ersparte lange den Ruhestand. Wir vergleichen Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag, Bankauszahlpläne und Fonds.

Wie viel Geld ein Mensch im Alter braucht, hängt stark von seinen Fixkosten ab. Wohnungsmiete oder Betriebskosten fürs Eigenheim müssen bezahlt werden, ebenso Rechnungen für Strom und Telefon, Kleidung, Essen, Gesundheit, Auto oder Bus und Bahn. Dafür muss das Einkommen reichen. Mehr wäre besser. Theater- und Kinobesuche, Reisen oder Anschaffungen sollten möglich sein.

Gut, dass viele nicht allein auf ihre Rente angewiesen sind. Sie haben gespart oder in eine Lebensversicherung eingezahlt, die zu Beginn des Ruhestands fällig wird.

Mit dem Ersparten wirtschaften

Wir haben berechnet, wie lange 100 000 Euro reichen, wenn ihr Besitzer sie in einen Bankauszahlplan oder in Fonds investiert. Die Ergebnisse haben wir mit der lebenslangen Rente verglichen, die der Kunde dafür bei Lebensversicherern kaufen kann.

Rentenversicherung: Kauft ein 65-jähriger Mann für 100 000 Euro eine Sofortrente ohne Hinterbliebenenleistungen, bekommt er ein Leben lang Geld. Die angebotenen garantierten Renten reichen von 450 bis über 480 Euro monatlich. Mit einer volldynamischen Rente können es im 20. Jahr über 700 Euro sein. Frauen bekämen wegen ihrer höheren Lebenserwartung rund 10 Prozent weniger.

Bankauszahlplan: Ein Bankauszahlplan brächte Männern wie Frauen dafür 20 Jahre lang bis zu 615 Euro im Monat, wenn der Zins 4,25 Prozent beträgt. So viel bietet das aktuell beste Angebot.

Fonds: Wie viel bei einem Fondsauszahlplan in 20 Jahren abfiele, ist wegen der Kursschwankungen schwer zu sagen. Bei durchschnittlich 10 Prozent Wertentwicklung im Jahr ist mit einer Einmalzahlung von 100 000 Euro eine ewige Rente von knapp 800 Euro monatlich drin, ohne dass das Kapital schmilzt. Das Geld kann aber auch nach zehn Jahren weg sein.

So geht es beim Vergleich der Produktgruppen untereinander zunächst weniger um Rendite als um Sicherheit. Wer seine Fixkosten nicht aus anderen lebenslangen Einkünften decken kann, hat zur Rentenversicherung kaum eine Alternative. Nur hier ist eine Auszahlung bis zum Lebensende sicher. Erben gehen dafür leer aus.

Bei den beiden anderen Geldanlageprodukten kann für Erben etwas bleiben. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass das Kapital irgendwann vor dem Tod des Sparers verbraucht ist. Das kann nur riskieren, wer nicht dauerhaft auf feste Zahlungen aus dem Ersparten angewiesen ist.

Rentner in dieser komfortablen Lage sollten um Sofortrenten dann aber auch wirklich einen Bogen machen. Denn Rentenversicherungen haben eben viele Nachteile. Rentabel sind sie beispielsweise nur für Menschen, die sehr, sehr lange leben.

Auch wenn absehbar ist, dass hohe fixe Kosten in einigen Jahren sinken, ist ein Auszahlplan besser. Damit bleiben Anleger flexibler und erreichen oft mehr Rendite.

Die Fälle auf den Seiten 26 und 27 können Interessenten bei der Auswahl ihrer Geldanlage helfen. Danach folgen Informationen zu den einzelnen Produkten.

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