Aus dem Vollen Schöpfen

Geldanlage für Senioren Meldung

Mit Bankauszahlplänen sichern sich Anleger ein verlässliches Zusatzeinkommen für die vereinbarte Laufzeit. Wenn sie nur von den Zinsen leben, hält der Auszahlplan sogar ewig. Was am Ende übrig ist, geht an die Erben.

Mit 300 Euro pro Monat lässt sich einiges anfangen – vor allem wenn die Grundbedürfnisse bereits vollständig aus anderen Quellen abgedeckt sind. Die 63-jährige Pensionärin Wilma Selcher aus unserem Beispielfall will damit in erster Linie ihren Kulturhunger stillen. Sie geht regelmäßig ins Theater und besucht gern Opernaufführungen.

Außerdem gönnt sie sich oft die gebundenen Ausgaben neu erschienener Krimis ihrer britischen und schwedischen Lieblingsautoren. Auch auf die regelmäßigen Tagesausflüge mit ihrer Nichte würde sie höchst ungern verzichten.

Bis zu 4,75 Prozent sind möglich

Die 300 Euro sollen aus einem Bankauszahlplan kommen. Wenn sich Wilma Selcher für den Tele-Auszahlplan des Cosmos Finanzservice entscheidet, braucht sie von ihren 100 000 Euro nur 30 000 Euro zu investieren, um zehn Jahre lang etwa diesen Betrag zu kassieren.

Cosmos ist bei einer Rentendauer von zehn und zwölf Jahren der beste Anbieter für Auszahlpläne und lockt mit attraktiven 4 Prozent Rendite pro Jahr.

Wer sich heute bereits für 25 Jahre festlegen will, bekommt bei der Debeka Bausparkasse sogar 4,75 Prozent pro Jahr. Das reicht bei einem Kapital von 100 000 Euro für gut 560 Euro pro Monat.

Frau Selcher ist die Zehnjahresfrist aber lieber. So kann sie die restlichen 70 000 Euro in Sparbriefe und Bundesanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten investieren und abwarten, wie sich die Zinsen in den nächsten Jahren entwickeln.

Die Aufsplittung ihres Kapitals bringt der 63-Jährigen einen weiteren Vorteil: ­Ihre Bundesanleihen kann sie kurzfristig verkaufen. Sollte unerwartet ihr Auto kaputtgehen oder eine Sonderumlage für ihre Eigentumswohnung nötig werden, müsste sie dafür nicht eigens einen Kredit aufnehmen. An das im Auszahlplan angelegte Geld kommt sie dagegen nicht heran.

Zusatzrente aus Zinseinkünften

Für die verwitwete Wilma Selcher ist ein Bankauszahlplan „mit Kapitalverzehr“ die sinnvollste Lösung: Seine monatlichen ­Raten werden von vornherein so gewählt, dass am Ende der Laufzeit das Kapital samt Zins und Zinseszins verbraucht ist.

Hätte die Pensionärin dagegen Kinder und Enkel, würde sie sich vielleicht für ­eine Variante ohne Kapitalverzehr entscheiden. Da wären bei einer Anlage­summe von 100 000 Euro und einer Laufzeit von zehn Jahren bis zu 330 Euro pro Monat drin. So hoch wäre die Auszahlung beim besten Angebot des Cosmos Finanzservice. Die Rente käme allein aus den Zinsen, und das Kapital bliebe unangetastet.

Wer ohnehin nur die Zinseinkünfte verbrauchen will, kann aber auch einen Sparbrief mit fester Laufzeit wählen. Bei Laufzeiten bis zu fünf Jahren ist mit Sparbriefen eine höhere Rendite möglich als mit Entnahmeplänen.

Anleger können auch zeitlich versetzt mehrere Sparbriefe kaufen. Mit ein wenig Aufwand verteilen sie so die Termine für die Zinszahlungen übers Jahr und sorgen für regelmäßige Einnahmen.

Für einen Auszahlplan sind viele Varianten zwischen vollständigem Kapitalverzehr und vollständigem Kapitalerhalt möglich. Zumindest bei einigen Banken können Anleger genau festlegen, wie viel Geld am Ende der Laufzeit übrig sein soll. Sie können es dann nur oft nicht mehr ändern.

Deshalb ist es besser, wie Wilma Selcher einen Entnahmeplan mit vollständigem Kapitalverzehr durch Sparbriefe oder erstklassige Anleihen zu ergänzen. Auf diese Weise können Anleger festlegen, wie viel sie im Laufe der Jahre verbrauchen oder übrig behalten wollen – und sie bleiben trotzdem flexibel.

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