Geldanlage für Senioren Meldung

Die gesetzliche Rente reicht selten, um den Lebensstandard zu halten. Viele Neurentner haben jedoch Ersparnisse oder bekommen rechtzeitig zum Ruhestand Geld aus einer Kapitallebensversicherung. Geschickt angelegt versüßt das Ersparte lange den Ruhestand. Mit dem Geld lässt sich über eine Rentenversicherung gegen Einmalzahlung, Bank- oder Fondsentnahmepläne eine Zusatzrente sichern. Finanztest erklärt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten und nennt die besten Angebote.

Sicherheit bis zum Tod

Für die Grundsicherung gibts kaum eine Alternative zum privaten Rentenversicherungsvertrag. Er bringt ein sicheres Einkommen für den Rest des Lebens. Sinnvoll ist die Vereinbarung einer Dynamisierung. Die Rente steigt dann Jahr für Jahr. Wie hoch die Steigerung genau ausfallen wird, hängt davon ab, wie viel Überschuss die Versicherung erwirtschaftet. Gegen Zahlung von 100 000 Euro gibt es derzeit bei leistungsstarken Anbietern 460 bis 480 Euro Sofortrente, die im Laufe von 20 Jahren auf 680 bis 750 Euro ansteigt, wenn die Versicherungen weiterhin Überschüsse in der aktuellen Höhe erwirtschaften.

Nichts für Hinterbliebene

Vorteil der Rentenversicherung: Zumindest die Garantierente ist bis zum Lebensende sicher. Erst beim Tod des Versicherten endet die private Zusatzrente. Nachteil der Rentenversicherung: Das Kapital ist auch verloren, wenn der Versicherte früh stirbt. Hinterbliebene und Erben bekommen nichts, sofern der Versicherte nicht eine besondere Vereinbarung getroffen hat. Sind also Hinterbliebene abzusichern oder sollen die Erben etwas bekommen, bleibt nur, das Geld anzulegen, statt es in eine Versicherung zu stecken.

Auszahlung in Raten

Richtig sind dann Entnahmepläne. Bei ihnen liegt das Geld bei einer Bank oder einem Fonds. Am besten kalkulierbar sind Bankentnahmepläne. Monat für Monat fließt ein fester Betrag an den Anleger, bis er entweder stirbt oder das Geld verbraucht ist. Je nach Anbieter und Laufzeit gibts für das verbleibende Geld unterschiedlich hohe Zinsen. Von Anfang steht fest, ob und wie viel Geld am Ende der Laufzeit übrig bleibt. Stirbt der Anleger vor Ende der Laufzeit, geht das verbleibende Geld an die Erben. Nachteil von Bankentnahmeplänen: Sie sind nicht kündbar und meist lässt sich auch die Höhe der Auszahlung nachträglich nicht verändern. Weiterer Nachteil: Wenn der Anleger sein Erspartes verbraucht hat, muss er für den Rest des Lebens ohne das Zusatzeinkommen auskommen.

Chance auf mehr Rendite

Fondsentnahmepläne sind flexibel. Möglich ist eine regelmäßige Auszahlung in fester Höhe oder auch ein flexibler Verkauf der Fondsanteile. Doch die Geldanlage in Fonds birgt auch Risiken: Selbst bei Rentenfonds können zumindest vorübergehend Verluste entstehen und bei Aktienfonds der Wert der Anteile sogar deutlich sinken. Im langjährigen Vergleich jedoch glänzen gute Aktienfonds mit hohen Renditechancen und Rentenfonds mit nachhaltigem Wertzuwachs ohne größere Schwankungen. Dennoch: Senioren sollten ihr Geld nur in Aktienfonds stecken, so lange sie zumindest vorübergehend auf Auszahlungen verzichten können. Sie haben dann den Spielraum, um Phasen mit schlechten Aktienkursen zu überbrücken. Ein Teil des Geldes sollte für solche Phasen in sicheren Anlagen wie Sparbriefen oder Bundesanleihen bereit liegen.

Komplett + interaktiv: Alle Infos zu den besten Rentenversicherungen und Entnahmeplänen

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