An der Börse sind Frauen offenbar erfolgreicher. Nach einer Studie der Direkt Anlage Bank (DAB) erzielten Anlegerinnen von Juni bis September 2000 eine durchschnittlich 2,8 Prozent höhere Rendite als Männer. Die Bank wertete Daten von 303.779 Depots aus. Frauen investierten eher in sichere Anlagen, erklärte die Bank. So setzten 21 Prozent der Aktionärinnen ausschließlich auf gemanagte Fonds, für die sich nur 7 Prozent der Männer entschieden. Kombinationen aus Fonds und Aktien waren bei Anlegerinnen beliebt: 45 Prozent investierten hier, aber nur 33 Prozent der Männer. Dafür entschieden sie sich zu 34 Prozent für reine Aktienpakete, was nur 24 Prozent der Kundinnen taten. Risikoreiche Kombinationen aus Aktien und Optionen bevorzugten 3 Prozent der Frauen, 9 Prozent der Männer.

Der Sparkassen- und Giroverband kam nach einer Umfrage zu einem ähnlichen Ergebnis: "Ein Faktor für die geringere Risikofreudigkeit ist auch das Geldvermögen", sagte Sprecher Eckhard Pöhls. Männer hätten im Schnitt knapp 35.000 Mark, Frauen 10.000 Mark weniger.

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