Verwandte können sich gegenseitig Wertpapiere verkaufen, um so Verluste ihrer Geldanlage steuerlich abrechnen zu können. Den Verkauf darf das Finanzamt nicht als Gestaltungsmissbrauch abtun, hat das Finanzgericht Saarland entschieden.

Ein Mann hatte seiner Frau seine Anteile an einer GmbH für einen symbolischen Preis übertragen. Der Wert der Anteile von einst 37 500 Euro war extrem gefallen, weil die Firma nur Verluste machte. In der Steuererklärung gab das Paar rund 36 500 Euro als Verkaufsverlust an. Das Finanzamt muss ihn bei der Einkommensteuer anrechnen, weil der Wert der Beteiligung beim Verkauf tatsächlich so niedrig war (Az. 2 K 1179/04).

Tipp: Wenn Sie Verwandten zum Steuern­sparen Verlustpapiere verkaufen, kann Ihr Finanzamt prüfen, ob alles wie unter Fremden abgelaufen ist. Ziehen Sie einen Steuerexperten zurate. Geht das Finanzamt von einer Schenkung aus, verlangt es Schenkungsteuer, wenn die Freibeträge überschritten sind.

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