Geld­abheben im Ausland

So werden Reisende zur Kasse gebeten

13.05.2019

Keine Gebühr, verspricht der Auto­mat. Doch das ist nur ein Trick, um saftig abzu­kassieren. Wir zeigen typische Bild­schirm­anzeigen an Geld­automaten in Nicht-Euro-Ländern, mit denen den Reisenden zusätzliche Gebühren abge­knöpft werden. Ein Beispiel zeigt, wie die Anzeige an einem Kassen­terminal aussieht. Denn auch beim Bezahlen im Laden treffen Touristen auf die Sofortum­rechnung.

Geld­abheben im Ausland Alle Testergebnisse für Geld abheben am Auto­maten in fremder Währung

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Inhalt

ING, Antalya (Türkei)

Geld­abheben im Ausland - Wie Sie Kostenfallen vermeiden
© Stiftung Warentest

Auf den ersten Blick ist die Anzeige über­sicht­lich: Wechselkurs, Trans­aktions­gebühr und Abhebe-Betrag in türkischen Lira und Euro sind angegeben. Aber eigentlich ist nichts klar: Ist der Wechselkurs in Ordnung? Ist die Trans­aktions­gebühr bereits im Wechselkurs einge­rechnet? Ganz unver­ständlich und oben­drein unvoll­ständig ist der Erklär­text.

So reagieren Sie richtig: Links „Weiter ohne Konvertierung“ drücken und beim Abheben der 34,56 Euro mehr als 3 Prozent, also 1,14 Euro, sparen.

Citi Bank (Singapur)

Geld­abheben im Ausland - Wie Sie Kostenfallen vermeiden
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Die Bank weist in der Anzeige deutlich darauf hin, dass das Abheben 3 Singapur-Dollar Gebühr kostet. Bei anderen Auto­maten im Land waren es sogar 5 Singapur-Dollar (3,29 Euro). Versteckte Gebühren gibt es nicht.

So reagieren Sie richtig: Links „Abbrechen“ wählen, eine güns­tigere Bank suchen und die Gebühr sparen. Das geht bei HSBC, Maybank und OCBC.

Raphaels Bank, London (Groß­britannien)

Geld­abheben im Ausland - Wie Sie Kostenfallen vermeiden
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Die Bank bietet die Sofortum­rechnung in Euro an. Eine Auto­maten­gebühr (access fee) fällt nicht an. Das Angebot erscheint günstig, es war aber der schlechteste Kurs im Test in Groß­britannien.

So reagieren Sie richtig: Linken Button drücken, damit auf die Sofortum­rechnung verzichten und 13,67 Euro (10,64 Prozent) sparen.

Geld abheben in den Euro-Ländern

Wir haben für unseren Test auch bei zehn verschiedenen Banken in Spanien und bei zwei in Griechen­land Geld abge­hoben und fest­gestellt, dass dort zunehmend Auto­maten­gebühren erhoben werden. Sie betrugen bis 2 Euro pro Abhebung in Spanien bei Banco Popular und 3 Euro in Griechen­land bei der Piraeus Bank – zusätzlich zur Gebühr der Heimatbank des Verbrauchers. Nach Auffassung des Europäischen Verbraucher­verbandes BEUC miss­achten die Banken mit dieser Praxis die geltende EU-Gesetz­gebung.

So reagieren Sie richtig:
Den Abhebe­vorgang abbrechen und eine Bank ohne Gebühren suchen. In Spanien wäre das zum Beispiel die Caixa­Bank.

Euronet, Krakau (Polen)

Geld­abheben im Ausland - Wie Sie Kostenfallen vermeiden
© Stiftung Warentest
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Hier kann man nur draufzahlen. Lehnt man richtiger­weise die Sofortum­rechnung ab, wird in der folgenden Anzeige noch mal gelockt: „garan­tierter Wechselkurs inklusive Trans­aktions­gebühr“. Bleibt man hart, zahlt man trotzdem eine Gebühr.

So reagieren Sie richtig: Wer zu einer anderen Bank geht, spart insgesamt knapp 9 Euro. Wer bleibt und den linken Button „Bestätigen“ drückt, spart gegen­über der Sofortum­rechnung nur 4,68 Euro (11,3 Prozent).

Seminarhotel „Am Ägerisee“ (Schweiz)

Geld­abheben im Ausland - Wie Sie Kostenfallen vermeiden
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Als unsere Test­person die Über­nachtung mit Kreditkarte bezahlt, erscheinen im Display des Lesegeräts zwei Summen: 185,27 Euro und 200 Schweizer Franken. Der Betrag in Euro ist weiß unterlegt.

So reagieren Sie richtig: Sagen Sie dem Verkäufer gleich, dass Sie in Landes­währung bezahlen wollen. Manchmal können Sie die Währung selbst wählen.

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