Behinderte Kinder: Mehr Hilfen

Kindergeld. Die Familienkassen müssen für behinderte Kinder über 27 Jahre das volle Kindergeld zahlen oder den Kinderfreibetrag berücksichtigen, sofern die Behinderung davor eingetreten ist und die Einkünfte und Bezüge des Kindes nicht über 7 680 Euro jährlich liegen. Dieser Grenzwert gilt für 2004, er wird jährlich verändert. Besondere Leistungen wie Pflegegeld, Pflegezulage, Leistungen aus der Unfallversicherung, Blindengeld, Pflegeversicherungsleistungen oder Renten dürfen nicht als Bezüge angerechnet werden. Auch das Vermögen des Kindes bleibt außen vor, nicht aber die Einnahmen daraus.

Betreuung. Kosten für eine Tagesmutter oder Erzieherin, Kindergärten oder andere Einrichtungen zur Betreuung erkennt das Finanzamt als außergewöhnliche Belastung an, auch wenn die Kinder älter als 14 Jahre sind. Die Kosten müssen aber über 1 548 Euro liegen (Alleinerziehende: 774 Euro).

Haushaltshilfe. Eltern mit schwer behinderten Kindern können bis zu 924 Euro als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung geltend machen.

Behinderte. Jedem Behinderten steht eine Pauschale von 310 bis 1 420 Euro zu, abhängig vom Grad der Be­hinderung. Blinde und Körperbehin­der­te, die so hilflos sind, dass sie nicht ohne fremde Hilfe auskommen, er­halten 3 700 Euro Freibetrag pro Jahr. Eltern können beantragen, dass der Freibetrag auf sie übertragen wird, wenn sie Kindergeld erhalten.

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