Geld einfordern Special

Sie verkaufen Ihr Auto, doch der Käufer zahlt nicht? Sie reklamieren kaputte Ware, aber der Händler erstattet den Kaufpreis nicht? Dann sollten Sie mahnen. Korrekt Druck zu machen, ist nicht schwer.

Sie benötigen:

  • Eine fällige Forderung
  • Ein Antragsformular für einen ­Mahnbescheid

Schritt 1: Prüfen Sie, ob Sie mit dem Schuldner einen festen Zahlungstermin vereinbart haben. Dann ist Ihr Schuldner nach dem Termin im Verzug und Sie können sofort zum Anwalt gehen. Dafür muss der Schuldner zahlen, wenn Ihre Forderung berechtigt ist.

Schritt 2: Haben Sie keinen Termin gesetzt, sollten Sie jetzt eine Zahlungsaufforderung schicken. Nennen Sie darin den Grund der Forderung, den Betrag und den genauen Termin, an dem das Geld eingegangen sein soll. Eine Frist von 14 Tagen ist meist angemessen.

Schritt 3: Geschieht nichts, sollten Sie mittels Einschreiben höflich, aber deutlich mahnen. Dafür brauchen Sie noch kein Formular, Sie können frei formulieren. Beziehen Sie sich in Ihrem Schreiben auf die Zahlungsaufforderung und setzen Sie eine letzte Frist.

Schritt 4: Nach Verstreichen der Frist ist Ihr Schuldner im Verzug. Sie dürfen jetzt Verzugszinsen verlangen. Zulässig ist ein aufs Jahr gerechneter Zins, der 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (zurzeit 1,62 Prozent) liegt. Der Schuldner muss nun auch die Kosten erstatten, wenn Sie einen Anwalt einschalten. Hat der Schuldner angekündigt, er werde keinesfalls zahlen, sollten Sie ohne weitere Mahnungen zum Anwalt gehen.

Schritt 5: Sie scheuen den Gang zum Anwalt? Dann nutzen Sie das gerichtliche Mahnverfahren. Der blaue Brief vom Gericht wirkt Wunder. Das Formular gibt es im Schreibwarenhandel. Das nächste Amtsgericht sagt Ihnen, welches Gericht zuständig ist. Es überprüft Ihre Forderung nicht, sondern verschickt nur den Mahnbescheid. Rührt sich der Schuldner darauf und auf einen ebenso leicht in die Wege zu leitenden Vollstreckungsbescheid nicht, dürfen Sie den Gerichtsvollzieher losschicken. Er treibt das Geld inklusive Verfahrenskosten ein. Widerspricht der Schuldner den Bescheiden, können Sie immer noch klagen.

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