Spezialangebote von Versicherern: Hände weg von Kinderpolicen

Ob „Happy Kids“, „Biene Maja“, ­„Känguru“, „Best Advice“ oder „Best Invest Future“ – das Sparen mit Versicherungen lohnt sich nie. Die teuren Policen nennen sich Ausbildungsversicherungen und sind meist kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherungen, häufig mit Fondsinvestment. Verkauft werden auch gern sogenannte Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr. Das sind Unfallversicherungen mit angehängtem Sparplan.

Die Beiträge für solche Versicherungen zahlen der Vater oder die Mutter des Kindes, manchmal auch Tanten oder die Großeltern. Geködert werden die besorgten Angehörigen mit attraktiv klingenden Konditionen, die sie ­teuer bezahlen: Geldentnahme zwischendurch erlaubt, Umwandlung des Vertrags in eine Rentenversicherung für das Kind möglich, Rückzahlung der Beiträge bei Vertragsende.

Besser Risikolebensversicherung

Das stärkste Argument ist meist, dass der Versicherer den Vertrag bis zum Ablauf aus eigenen Mitteln fortführt, wenn der Zahlende stirbt. Doch das können Angehörige deutlich günstiger sicherstellen.

Mit einer preiswerten und in der Summe ausreichenden Risikolebensversicherung lassen sich Kinder für den Todesfall finanziell gut absichern. Eine 25-jährige Frau (Nichtraucherin) kann beispielsweise beim Versicherer Cosmos schon für 65 Euro Jahresbeitrag einen Vertrag mit 30 Jahren Laufzeit und einer Versicherungssumme von 150 000 Euro abschließen. Dieses Geld erhielten die im Vertrag als Bezugsberechtigte genannten Angehörigen vom ersten Tag der Versicherung an, wenn die Frau sterben würde.

Je älter jemand bei Vertragsschluss wird, desto teurer wird es. Aber auch ein 55-jähriger Mann zahlt bei der Cosmos nicht mehr als 203 Euro im Jahr für 50 000 Euro Versicherungssumme bei zehn Jahren Laufzeit.

Das ist viel weniger, als eine Ausbildungsversicherung kosten würde, und es bleibt reichlich Geld zum Sparen.

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