Bargeld shoppen oder tanken

Geld abheben Test

An Shell-Tank­stellen kommen Kunden von Banken der Cash Group wie der Post­bank gebührenfrei an Geld.

Es gibt drei Wege, außer­halb der eigenen Bank­filiale kostenlos an Bargeld zu kommen. Wer darauf achtet, vermeidet teure Entgelte.

1. Mit Girocard im eigenen Netz

Viele Banken und Sparkassen in Deutsch­land gehören Geld­automaten­verbünden an (Tabelle Kostenlos Bargeld abheben in Deutschland). Den größten betreiben die Sparkassen, gefolgt vom Bank­card Service­netz der Volks- und Raiff­eisen­banken. Bei den privaten Geschäfts­banken gibt es Cash Group und Cashpool. Kunden heben mit ihrer Girocard gewöhnlich kostenlos ab, wenn sie den Geld­automaten einer Bank aus ihrem Verbund wählen.

Beim Bank­card Service­netz sind Abhebungen nicht immer kostenlos, dann aber nach eigener Einschät­zung des Verbundes „sehr kostengünstig“. Viele Auto­maten der Direkt­bank ING-Diba stehen an Aral-Tank­stellen. Wer viel unterwegs ist, kann sich eine App seiner Bank aufs Smartphone laden, die den Weg zum nächsten Kostenlos-Auto­maten weist.

2. Kostenlos mit Kreditkarten

Im Gegen­satz zur Girocard bestimmt bei Kreditkarten der Heraus­geber den Preis für das Bargeldziehen. In Deutsch­land verlangen Geld­automaten­betreiber bisher üblicher­weise kein direktes Kunden­entgelt.

Bei einigen Direkt­banken ist es mit der kostenlosen Kreditkarte zum Giro­konto möglich, über­all ohne Gebühr Geld abzu­heben – wenn die Karte akzeptiert wird.

Die Auto­maten mehrerer Sparkassen und Volks- und Raiff­eisen­banken nahmen zum Beispiel die DKB-Visa-Karte von Finanztest-Leser Dirk Sommer­feld nicht an. Die ING-Diba berichtet, dass etwa 80 regionale Institute ihre Auto­maten für Kreditkarten von Direkt­banken gesperrt haben. Andere begrenzen den Abhebe­betrag, zum Beispiel auf 50 Euro.

Kostenlos abheben geht auch mit einigen Kreditkarten ohne Giro­konto­anbindung wie den Angeboten von Barclaycard oder bei einigen Premium-Konto­modellen und -karten. Diese sind in der Tabelle nicht aufgeführt, weil dafür häufig eine Jahres­gebühr verlangt wird.

3. Bargeld an der Kasse

Mit mehr Bargeld nach Hause kommen als Kunden zum Einkaufen mitgenommen haben? Das ist immer öfter möglich. Es klappt bei mehr als 60 Prozent der Lebens­mittel­unternehmen und in jedem zweiten Waren­haus, teil der Handels­verband Deutsch­land (HDE) mit. Wer für mindestens 20 Euro einkauft und an der Kasse mit Girocard und Pin bezahlt, kann maximal 200 Euro von seinem Konto abheben.

Bundes­weit bieten dieses sogenannte Cashback-Verfahren zum Beispiel Rewe, Toom, Penny, Netto, Galeria Kauf­hof und die Biomarkt­kette Denn’s an. Auch viele Edeka-Märkte und regionale Anbieter wie Famila, Sky und Plaza haben diesen Service. Wer sich notiert, wann er Cashback genutzt hat, bekommt beim Blick auf den Konto­auszug keinen Schreck.

Kostenlos Bargeld ohne Mindest­einkaufs­wert gibt es für Kunden einiger Banken an Kassen von rund 1 300 Shell-Tank­stellen (Tabelle Kostenlos Bargeld abheben in Deutschland). Dazu zählen alle Cash-Group-Banken sowie die Sparda-Bank Baden-Württem­berg.

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