Wer zu Hause dienstlich im Internet surft, holte sich bisher beim Finanzamt eine Abfuhr: Berufliches und privates Surfen seien nicht klar zu trennen, meinten die Beamten. Doch nun haben sie es sich anders überlegt: In einem neuen Schreiben erkennt das Bundesfinanzministerium dienstliches Surfen als Werbungskosten wenigstens im Prinzip an, legt aber hohe praktische Hürden: Grundlage ist die Abrechnung der Telefongesellschaft oder des Netzbetreibers. Die dort vermerkte Aufenthaltsdauer muss in private und dienstliche aufgeteilt werden. Datum, Uhrzeit und Dauer jedes dienstlichen Surf-Gangs sind festzuhalten, ebenso der Grund des Netzausflugs und die aufgesuchten Adressen (Az. I C V ­ S 2336 ­ 13/00).

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