Arbeitnehmer, die nicht über eine Änderung ihres Arbeitsvertrags verhandeln wollen, dürfen nicht abgemahnt werden. Das hat das Bundesarbeitsgericht entschieden (Az. 2 AZR 606/08). Die Richter stoppten damit die Führung einer Altenpflegeeinrichtung, die ihre Belegschaft zu einem Gehaltsverzicht drängte. Sie hatte eine Kollegin, die sich weigerte, zu einem erneuten Gespräch gebeten. Die Mitarbeiterin wollte nicht und wurde abgemahnt. Begründung: Sie habe ihre Arbeitsleistung in Form des Personalgesprächs verweigert.

Die Frau klagte dagegen erfolgreich. Zwar sind Personalgespräche Pflicht, wenn es zum Beispiel um das Verhalten im Betrieb geht. Für Gespräche über Gehaltsverzicht gilt das aber nicht.

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