Lohn­zettel kontrollieren lohnt sich

Gehalts­abrechnung Special

Legen Sie Ihre Gehalts­abrechnung nicht acht­los weg. Falsch über­mittelte Angaben zu Steuerklasse, Religions­zugehörig­keit oder Frei­beträgen können Geld kosten. Denn damit berechnet Ihr Chef das Netto. Finanztest zeigt, auf welche Daten es ankommt.

Steuerklasse

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Die Lohn­steuer lässt sich mit der richtigen Steuerklasse beein­flussen. Sind Sie in der güns­tigsten? Es gibt quasi sieben, weil es auch IV/IV mit Faktor gibt. Faust­regel: I gilt für Ledige und Geschiedene, II für Allein­erziehende, III/V für Verheiratete und Verpart­nerte, wenn ­einer nur bis zu 40 Prozent des gesamten Einkommens oder gar nichts verdient. IV/IV, wenn Verheiratete oder Verpart­nerte etwa gleich verdienen und VI für Neben- und Zweitjobs.

Kinder­frei­betrag

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Eltern steht ein Kinder­frei­betrag zu. Jedes Kind wird mit Zähler 0,5 einge­tragen, in Sonderfällen erhöht er sich wie hier auf 1,0. Das passiert zum Beispiel, wenn der Vater dauer­haft im Ausland lebt und arbeitet. Durch den Frei­betrag zahlen Eltern weniger Soli und Kirchen­steuer. Für Kinder unter 18 Jahren wird der Frei­betrag auto­matisch einge­tragen, für Voll­jährige müssen Sie ihn beantragen.

Konfession

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Katholiken und Protestanten zahlen Kirchen­steuer. Die wird vom Brutto­gehalt ans Finanz­amt abge­führt. Der Kirchen­steu­ersatz beträgt in Baden-Württem­berg und Bayern 8, in anderen Bundes­ländern 9 Prozent. Wenn Sie ausgetreten sind, lassen Sie die Angabe beim Meldeamt ändern.

Frei­beträge

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Für viele Kosten, die übers Jahr ­anfallen, können Sie sich ­einen Frei­betrag eintragen lassen und so das monatliche Netto sofort erhöhen. Die meisten Frei­beträge für Sonder­ausgaben, Werbungs­kosten oder ­außergewöhnliche Belastungen müssen Sie beim Finanz­amt für 2015 neu beantragen. Prüfen Sie, wofür ein Frei­betrag möglich ist (Tabelle: Sechs Freibeträge für das Gehalt 2015) und ob Frei­beträge für Hinterbliebene, Behinderte oder Kinder unter 18 Jahren noch einge­tragen sind.

Gesamt­brutto

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Kontrollieren Sie jeden Monat auch das Brutto­gehalt. Hierzu zählt nicht nur das regulär vereinbarte Gehalt, sondern auch ­Zuschläge für Über­stunden, Nacht­arbeit, Sonn­tags- und Feier­tags­arbeit.

Netto­verdienst

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Für viele die wichtigste Zahl – sie zeigt in der Regel den ausgezahlten Betrag. Abweichungen zum Vormonat über­prüfen Sie am besten sofort.

Sozialbeiträge

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Aufgelistet sind die monatlich abge­führten Beiträge für Kranken-, Renten- und Arbeits­losen­versicherung sowie der Beitrag zur Pflege­versicherung. Die Beitrags­ätze ändern sich 2015. Weitere Informationen dazu im kosten­pflichtigen Special Steueränderungen 2015, Tabelle: Das ändert sich für Arbeitnehmer.

Lohn­steuer

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Die Lohn­steuer wird vom Brutto­gehalt direkt an das Finanz­amt abge­führt. Haben Sie für Kosten wie Unterhalt an den Ex oder Fahrt­kosten, die Sie sonst erst in der nächsten Steuererklärung absetzen können, einen Frei­betrag eintragen lassen? Damit verringern Sie die Lohn­steuer und erhöhen Ihr Netto.

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