Frei­betrag für das Gehalt 2014

Für viele Ausgaben können Arbeitnehmer schon bei der Gehalts­abrechnung einen Frei­betrag bekommen. Damit zahlen sie weniger Lohn­steuer.

Diese Posten zählen

So viel erkennt das Finanz­amt an

Dafür gibt es einen Frei­betrag, wenn mehr als 600 Euro zusammen­kommen

Werbungs­kosten zählen nach Abzug des Arbeitnehmerpausch­betrags von 1 000 Euro

Weg zur Arbeit

Es zählen Kosten für öffent­liche Verkehrs­mittel mit Belegen. Oder für jeden Kilo­meter der einfachen Entfernung des Arbeits­wegs 0,30 Euro, jedoch höchs­tens 4 500 Euro im Jahr.

Reise­kosten

  • Pauschalen für jeden gefahrenen Kilo­meter: Pkw 0,30 Euro, Motorrad/-roller, Moped/Mofa 0,20 Euro oder volle Kosten für öffent­liche Verkehrs­mittel.
  • Verpflegungs­pauschalen: ab 8 Stunden Abwesenheit 12 Euro, bei 24 Stunden Abwesenheit 24 Euro, An-/Abreisetag je 12 Euro.

Arbeits­mittel

Beträgt der Kauf­preis inklusive 19 Prozent Umsatz­steuer mehr als 487,90 Euro für das einzelne Arbeits­mittel, wird alles über die Jahre der Nutzungs­dauer verteilt abge­schrieben, im ersten Jahr nur für die Monate seit dem Kauf.

Arbeits­zimmer

Die Kosten für das Arbeits­zimmer zählen bis zu 1 250 Euro im Jahr, wenn das Zimmer benötigt wird, weil der Arbeit­geber für diese Arbeit oder die Weiterbildung keinen anderen Arbeits­platz zur Verfügung stellt. Ist das Arbeits­zimmer Mittel­punkt der gesamten beruflichen Tätig­keit, zählen die Kosten unbe­grenzt.

Sonder­ausgaben bringen nach Abzug von pauschal 36 Euro (72 Euro Paare) einen Frei­betrag

Unterhalt für den Ex nach Trennung oder Scheidung

Bis zu 13 805 Euro jähr­lich plus Beiträge, die für die Kranken- und Pflege­versicherung des Empfängers aufgebracht werden.

Kirchen­steuer

In tatsäch­licher Höhe abzüglich Erstattungen.

Ausbildungs­kosten

Bis zu 6 000 Euro eigene Kosten.

Spenden oder Beiträge an politische Parteien

Spenden bis zu 20 Prozent der Einkünfte. Für Parteibeiträge bis zu 1 650 Euro, bis zu 3 300 Euro für Ehepaare/gesetzliche Partner.

Kinder­betreuungs­kosten Pro Kind bis 14 Jahre, das im Haushalt lebt; bei behinderten Kindern ohne Alters­grenze, die vor dem 25. Lebens­jahr behindert waren.

Maximal zwei Drittel der Kosten, höchs­tens aber 4 000 Euro im Jahr für Kinder­garten, Kinder­laden, Tages­mutter, Kinder­frau und ähnliche Betreuungs­leistungen.

Schulgeld für Privatschule

Je Kind 30 Prozent der Kosten, maximal 5 000 Euro im Jahr.

Außergewöhnliche Belastungen

Ausbildungs­frei­betrag

924 Euro für Kinder über 18, die in Ausbildung sind und auswärts wohnen – unabhängig von deren Einkünften und Bezügen.

Pflegepausch­betrag

924 Euro.

Unterhalt für einen Angehörigen

Bis zu 8 354 Euro plus Beiträge, die für die Kranken- und Pflege­versicherung des Empfängers aufgebracht werden.

Krank­heits­kosten und andere außergewöhnliche Lasten

Bestimmte außergewöhnliche Belastungen bringen nach Abzug der zumut­baren Belastung einen Frei­betrag.

Dafür gibt es einen Frei­betrag ohne 600-Euro-Grenze

Hand­werker, Hilfen im Haushalt, sowie für Pflege­kosten ohne Nach­weis einer Pfle­gestufe

  • Für 450-Euro-Jobber bis 2 040 Euro.
  • Für Lohn-/Fahrt­kosten von sozial­versicherungs­pflichtigen und selbst­ständigen Hilfen im Haushalt aller Art bis zu 16 000 Euro.
  • Für Lohn-/Fahrt­kosten von Hand­werkern bis zu 4 800 Euro.

Material­kosten zählen nicht.

Behindertenpausch­betrag

310 Euro bis 3 700 Euro je nach Grad der Behin­derung.

Hinterbliebenenpausch­betrag

370 Euro.

Verlust­vortrag aus früheren Jahren

Bis zu 1 000 000 Euro außer Verlusten aus Aktienkäufen, bis zu 2 000 000 Euro für Ehepaar/gesetzliche Partner.

Einkunfts­verluste etwa aus Vermietung und Verpachtung

Uneinge­schränkt, wenn sich Minus voraus­sicht­lich nicht mit Gewinnen/Über­schüssen aus anderen Einkünften verrechnen lässt.

Frei­betrag im Neben­job mit Steuerklasse VI

Bis zur Höhe, bei der die steuerfreie Grenze durch den vom ersten Chef bezogenen Lohn noch nicht ausgeschöpft ist.