Gefrier­schrank und Gefriertruhe

So finden Sie das richtige Gefriergerät

Beim Kauf eines neuen Gefriergeräts treffen Sie eine Entscheidung mit Folgen für die nächsten 10 bis 15 Jahre – dabei sollten Sie auf einige wichtige Punkte achten.

Gefrier­schrank und Gefriertruhe Testergebnisse für 23 Gefriergeräte

Inhalt

Die richtige Größe wählen

Die Faust­regel besagt, dass im Gefriergerät pro Person ein Volumen von 40 bis 80 Liter zur Verfügung stehen sollte. Relativ viel Platz benötigt zum Beispiel die Vorrats­wirt­schaft von Jägern, Anglern und Nutzgarten-Fans. Wer nur eine kleine Auswahl von Pizzen und anderen Fertigge­richten vorrätig haben will, kommt mit einem kleinen Gerät aus.

Tipp: Beachten Sie bei Ihrer Kauf­entscheidung, dass das auf dem Energielabel genannte Nutzvolumen ermittelt wird, nachdem Einbauten – zum Beispiel Einschübe – entfernt wurden. Im Test Gefriergeräte nennen wir Ihnen das Gebrauchs­volumen. Mit anderen Worten: Dort erfahren sie, wie viel Platz Sie tatsäch­lich in Fächern, Körben und Einschüben nutzen können. Er fällt deutlich kleiner aus.

Die richtige Geräteform wählen

Gefriertruhen sind oft billiger als Schränke, sie brauchen aber mehr Stell­fläche. Und man muss sich oft tief bücken. Schränke lassen sich einfacher bedienen und sind über­sicht­licher.

Tipp: Egal für welche Bauform Sie sich entscheiden – praktisch sind Modelle mit Abtau-Auto­matik Details im Glossar. Sie können die Geräte im Test Gefriergeräte danach filtern.

Den Stand­ort bedenken

Sie sind beim Aufstell­ort Ihres neuen Gefriergeräts flexibel? Dann über­legen Sie, ob es seinen Platz im Keller oder in einem kühlen Haus­halts- oder Abstell­raum finden kann. Dann ist der Weg zur Küche möglicher­weise etwas weiter, aber dafür senken die relativ nied­rigen Umge­bungs­temperaturen dauer­haft den Stromhunger des Kompressors.

Tipp: Achten Sie bei der Auswahl auf die passende Klimaklasse. Details finden Sie in unserem Glossar. Soll das Gerät im Keller oder in einem Neben­raum stehen, ist auch das Verhalten bei Störungen wichtig. Bei zu hoher Temperatur ist ein akustischer Alarm erforderlich. Ein rein visuelles Signal hilft wenig in Räumen, die man nur selten betritt. Hier geht es zu den Testergebnissen der Gefriergeräte mit akustischem Warnton.

Das neue Energielabel: Mehr erfahren, mehr Strom sparen

Ein hoch­wertiger neuer Gefrier­schrank ist häufig teurer als einfache Geräte, aber die Investition kann sich bezahlt machen: Nach Angaben der Europäischen Kommis­sion bringt der Wechsel zu einem spar­sameren Gerät eine jähr­liche Ersparnis von bis zu 200 Euro an Strom­kosten. Die neuen Energielabel, die ab dem 1. März 2021 das bisherige Energielabel ablösen, informieren Verbrauche­rinnen und Verbrauchern über Energieverbrauch und Energieeffizienz ihres Kühl- oder Gefriergeräts, über das Volumen der Tiefkühlfächer und die Schall­emissionen. Neu: Über einen QR-Code in der oberen rechten Ecke des Labels lassen sich schon vor dem Kauf weitere Informationen abrufen.

Tipp: Im Test Gefriergeräte können Sie gezielt nach besonders effizienten Geräten suchen. Deren „spezi­fischer“ – auf ein vergleich­bares Gebrauchs­volumen umge­rechneter – Strom­verbrauch liegt sehr nied­rig. Und auch der Stromhunger beim Einfrieren von Lebens­mitteln hält sich in Grenzen. Achten Sie aber auch auf den gemessenen Jahres­verbrauch. Hier zeigt sich, dass kleine Modelle – bei gleicher Effizienz – deutlich spar­samer arbeiten als große Geräte. Entscheiden Sie sich also im Zweifel nicht für ein unnötig voluminöses Gerät. Weitere Details zum Stromsparen lesen Sie im Artikel Stromkosten minimieren.

Die richtige Einfrier-Power wählen

Gehören Sie zu den Menschen, die ab und zu große Portionen einfrieren möchten? Dann sollten Sie im Test Gefriergeräte auf das Urteil für „Einfrieren“ achten. Viele Geräte verfügen über eine Schnell­gefrier­funk­tion, mit deren Hilfe sich die Zeit fürs Frosten beschleunigen lässt. Wichtig: Beim Testen gehen wir von der Annahme aus, dass Käufer großer Geräte größere Portionen einfrieren möchten als Käufer kleiner Geräte.

Tipp: Nutzen Sie Ihr Gefriergerät eher zum Zwischen­lagern von Tiefkühl­kost aus dem Supermarkt und dem Einfrieren kleiner Portionen, ist dieser Prüf­punkt vergleichs­weise unwichtig.

Kein Frust beim Ein- und Ausräumen

Wenn Einschübe klemmen und sich nur mit Mühe heraus­ziehen lassen, ist Frust programmiert. Geschulte Prüfer haben erprobt, ob sich die Fächer bequem einräumen lassen und Schub­laden leicht­gängig in die gewünschte Richtung gleiten. Sie untersuchten auch die Über­sicht­lich­keit sowie die Ausleuchtung verschiedener Bereiche. Weiterer Prüf­punkt: Wie gut lassen sich die Spuren ausgelaufener Flüssig­keiten reinigen?

Tipp: Suchen Sie im Test Gefriergeräte ein möglichst bedienungs­freundliches Gefriergerät. So haben Sie beste Chancen, sich auch lang­fristig nicht darüber ärgern zu müssen.

Gefrier­schrank und Gefriertruhe Testergebnisse für 23 Gefriergeräte

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94 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 07.01.2022 um 12:23 Uhr
Klimaklasse SN-T

@fritz_oscar:die Umgebungstemperaturen in denen wir die Gefriergeräte testen, entspricht etwa den Temperaturen, die man in Deutschland vorfindet und orientiert sich an den Klimaklassen der von uns geprüften Geräte. Die Klimaklasse informiert über die Umgebungstemperaturen, für die sich ein Gefrierschrank eignet. Gebräuchlich ist in Mitteleuropa die Klimaklasse SN-T (Subnormal bis tropisch), bei der die Außentemperatur zwischen +10 und +43 Grad Celsius liegen darf.
Die Umgebungstemperaturen von 10°C, 25°C und 32°C entsprechen also einer Kellerumgebung, Küche und einem heißem Sommer. Die Tester sehen so, ob ein Gefriergerät bei schwankender Raumtemperatur die Kühltemperatur einhält. Die Luftfeuchtigkeit spielt dabei keine Rolle,

fritz_oscar am 06.01.2022 um 20:42 Uhr
Klimaklasse fehlt

In den Testergebnissen fehlt definitiv die Filterung nach Klimaklasse.
Was hilft es mir, zu wissen dass ein Kühlschrank gut ist, der aber nicht zu meinen Klimaanforderungen passt?

Julian_Ziesing am 11.12.2021 um 17:53 Uhr
Für Neukäufer unbrauchbar

Man muss schon sehr genau hinschauen, um zu verstehen, dass der Artikel nur 11 Produkte zeigt, die noch lieferbar sind, welche sich wiederum in 3 Kategorien unterteilen. Das macht am Ende 3 lieferbare kleine Gefrierschränke. Ein Test für 1,50 EUR.
Liebe test-Redaktion, wenn sich User darüber beschweren, dass sie etwas nicht verstanden haben, und Sie dann darauf hinweisen, dass es doch an anderer Stelle im Text steht, kann es sein, dass es nicht deutlich genug ist. Den enttäuschten Käufern die Schuld geben ist genau die Reaktion, die wir von Herstellern gewohnt sind, die ein negatives test-Ergebnis von Ihnen bekommen...

Fred.Meyer am 16.11.2021 um 07:38 Uhr
Alter Wein in neuen Schläuchen

Ich bin sehr enttäuscht von dem Vorgehen von der Stiftung Warentest. Einfach alter Wein in neuen Schläuchen.
Wenn "Gefrier­schrank und Gefriertruhe: 74 Tiefkühler im Test" mit dem Datum 2021 "angepreist" werden und sich dahinter Tests aus den Jahren 2015, 2017 und 2019 verbergen - und dann noch von Seiten des Anbieters damit argumentiert wird, man hätte ja lesen können, dass nur noch 11 Geräte verfügbar sind. Ja, das habe ich, und zwar "Gefrier­schrank und Gefriertruhe: 74 Tiefkühler im Test" damit wird ein falscher Eindruck erweckt - zumindest ein missverständlicher. Und das steht einer Stiftung Warentest nicht gut zu Gesicht. Das können dubiose Anbieter machen, aber nicht die Stiftung Warentest.
Wie bei einigen Vorrednern, das war das letzte Mal, dass ich einen Testbericht gekauft habe. Wirklich enttäuscht.

Profilbild Stiftung_Warentest am 15.11.2021 um 11:45 Uhr
Lieferbarkeit, Veröffentlichungsdatum

@psmog: Schon vor dem kostenpflichtigen Download kann man an zwei Stellen lesen, dass im Moment 11 Gefriergeräte lieferbar sind. Mit Klick auf „Heftartikel als PDF“ unter INHALT, gelangt man zu den Testberichten mit Angabe der Veröffentlichung in den Heften. Das Veröffentlichungsdatum ist jeweils vermerkt, so dass das Alter des Beitrags gut ersichtlich ist. Beim Produktfinder Gefrierschrank und Gefriertruhe ist immer das Jahr der Veröffentlichung der jeweiligen Geräte angegeben. Das kann man schon vor der Zahlschnittstelle lesen.
Gefriergeräte werden oft gebraucht gekauft. Auch aus diesem Grund ist es gut, wenn die Qualitätsurteile der getesteten Geräte aus alten Veröffentlichungen noch nachzulesen sind. Die Stiftung Warentest hat keinen Einfluss darauf, wann ein Anbieter ein Gefriergerät aus dem Sortiment nimmt.