Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test

So finden Sie das richtige Gefriergerät

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Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test - Die besten spar­samen Tiefkühler
Kauf­beratung Gefriergeräte. Wir helfen Ihnen mit Tipps zur Auswahl. © Getty Images

Beim Kauf eines neuen Gefriergeräts treffen Sie eine Entscheidung mit Folgen für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Dabei sollten Sie auf einige wichtige Punkte achten.

Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test Testergebnisse für 35 Gefriergeräte

Die richtige Größe wählen

Die Faust­regel besagt, dass im Gefriergerät pro Person ein Volumen von 40 bis 80 Liter zur Verfügung stehen sollte. Relativ viel Platz benötigt zum Beispiel die Vorrats­wirt­schaft von Jägern, Anglern und Nutzgarten-Fans. Wer nur eine kleine Auswahl von Pizzen und anderen Fertigge­richten vorrätig haben will, kommt mit einem kleinen Gerät aus.

Tipp: Beachten Sie bei Ihrer Kauf­entscheidung, dass die Anbieter das auf dem Energielabel genannte Nutzvolumen ermitteln, indem sie Einbauten – zum Beispiel Einschübe – entfernen. Das ist realitäts­fremd. Unser Gefriergeräte-Test nennt das Gebrauchs­volumen. Bei uns erfahren sie also, wie viel Platz Sie tatsäch­lich in Fächern, Körben und Einschüben nutzen können. Er fällt deutlich kleiner aus als von den Anbietern suggeriert.

Die richtige Geräteform wählen

Gefriertruhen sind oft billiger als Schränke, sie brauchen aber mehr Stell­fläche. Und man muss sich oft tief bücken. Schränke lassen sich einfacher bedienen und sind über­sicht­licher.

Tipp: Egal für welche Bauform Sie sich entscheiden – praktisch sind Modelle mit Abtau-Auto­matik (Glossar). Sie können die Geräte im Gefriergeräte-Test danach filtern.

Den Stand­ort bedenken

Sie sind beim Aufstell­ort Ihres neuen Gefriergeräts flexibel? Dann über­legen Sie, ob es seinen Platz im Keller oder in einem kühlen Haus­halts- oder Abstell­raum finden kann. Dann ist der Weg zur Küche möglicher­weise etwas weiter, aber dafür senken die relativ nied­rigen Umge­bungs­temperaturen dauer­haft den Stromhunger des Kompressors.

Tipp: Achten Sie bei der Auswahl auf die passende Klimaklasse. Details finden Sie in unserem Glossar. Soll das Gerät im Keller oder in einem Neben­raum stehen, ist auch das Verhalten bei Störungen wichtig. Bei zu hoher Temperatur sollte ein akustischer Alarm ertönen. Ein rein visuelles Signal hilft wenig in Räumen, die man nur selten betritt.
Testergebnisse: Gefriergeräte mit akustischem Warnton

Die richtige Einfrier-Power wählen

Gehören Sie zu den Menschen, die ab und zu große Portionen einfrieren möchten, sollten Sie auf eine gute Note im Prüf­punkt „Einfrieren“ achten. Viele Geräte verfügen über eine Schnell­gefrier­funk­tion, mit deren Hilfe sich die Zeit fürs Frosten beschleunigen lässt. Wichtig: Beim Testen gehen wir von der Annahme aus, dass Käufer großer Geräte größere Portionen einfrieren möchten als Käufer kleiner Geräte. Nutzen Sie Ihr Gefriergerät eher zum Zwischen­lagern von Tiefkühl­kost aus dem Supermarkt und dem Einfrieren kleiner Portionen, ist dieser Prüf­punkt vergleichs­weise unwichtig.

Tipp: Frieren Sie viel selbst ein? Wir zeigen 9 Tricks, wie Sie Lebensmittel so einfrieren, dass Geschmack und Konsistenz auch nach dem Auftauen noch top sind.

Kein Frust beim Ein- und Ausräumen

Wenn Einschübe klemmen und sich nur mit Mühe heraus­ziehen lassen, ist Frust programmiert. Geschulte Prüfer haben erprobt, ob sich die Fächer bequem einräumen lassen und Schub­laden leicht­gängig in die gewünschte Richtung gleiten. Sie untersuchten auch die Über­sicht­lich­keit sowie die Ausleuchtung verschiedener Bereiche. Weiterer Prüf­punkt: Wie gut lassen sich die Spuren ausgelaufener Flüssig­keiten reinigen?

Tipp: Suchen Sie mithilfe unserer Testergebnisse ein möglichst bedienfreundliches Gefriergerät. Das schont auf lange Sicht Ihre Nerven.

Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test Testergebnisse für 35 Gefriergeräte

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.10.2022 um 10:53 Uhr
Aktualität der Testergebnisse

@oerl: Wir haben den Miele FN24062ws noch zu Zeiten des alten Energielabels geprüft.
Damals hat Miele A++ und 203 kWh Jahresverbrauch angegeben.
Durch die Umstellung auf das neue Energielabel (jetzt F) und die neuen Prüfbedingungen kann sich der Jahresverbrauch deutlich ändern, auch ohne anderen Kompressor.
Viele Anbieter haben mit der Label-Umstellung auch ihre Gerätebezeichnung geändert.
Hier scheint das nicht der Fall zu sein, was zu den geschilderten Verwirrungen führt.

oerl am 28.10.2022 um 14:37 Uhr
Aktualität der Testergebnisse, Miele FN24062ws

Miele hat scheinbar einen anderen Kompressor im freistehenden Gefrierschrank FN24062ws eingebaut. Laut Testergebnis soll der Gefrierschrank 203 kWh/h verbrauchen; das Datenblatt der Firma gibt zu diesem Schrank einen Jahresverbrauch von 274,56 kWh an. Damit landet er in Energieeffizienzklasse F. Eine schlüssige Antwort zu der Diskrepanz habe ich bei der Kundenberatung von Miele nicht erhalten. Der andere, neue (höhere) Verbrauch wurde mit der Einführung der neuen Energieeffizienzklassen begründet.

halsbandschnaepper am 12.08.2022 um 11:06 Uhr
Sinn der Eiswürfelfunktion?

Ist es schon zu viel verlangt einen normalen Eiswürfelbehälter (oder mehrere) in den Gefrierschrank zu stellen?

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.08.2022 um 14:15 Uhr
Eiswürfelbereiter

@christian201: Bei den Kühl-Gefrierkombinationen gibt es vier mit GUT bewertete Geräte, die einen automatischen Eiswürfelbereiter haben: https://www.test.de/Kuehlschraenke-im-Test-4735177-0/

christian201 am 09.08.2022 um 13:54 Uhr
Eiswuerfel?

Bin erstaunt dass mit keinem Wort die Funktion Eiswuerfelbereiter erwaehnt wird. Sicher 90% der Nutzer jagen oder fischen nicht (wie im Artikel erwaehnt), aber haetten gerne eine Eiswuerfel Funktion. Klar am Markt vorbei recherchiert.