Gefrier­schrank und Gefriertruhe: 74 Tiefkühler im Test

ABC der Fach­begriffe

Von Abtau­automatik über Klimaklasse bis Temperaturstabilität: Hier finden Sie Erläuterungen für die wichtigsten Fach­begriffe.

A

Abtau­automatik (No frost). Verhindert die Bildung von Eiskrusten im Innern. Normaler­weise kondensiert Luft­feuchtig­keit, die zum Beispiel beim Türöffnen ins Gerät dringt, an den kältesten Stellen. Dies sind im Gefriergerät die (Wärmeüber­trager-) Flächen, die von eiskalter Kühl­flüssig­keit versorgt werden (Verdampfer). Geräte mit Abtauautomatik sind häufig so konstruiert, dass sich diese Verdampferflächen in einem separaten Bereich befinden; ein Ventilator pustet die Kalt­luft dann zum Gefrier­gut. Bilden sich Eiskrusten, stoppt der Kompressor den Kühl­kreis­lauf und der Ventilator unterbricht seine Arbeit ebenfalls. Eine integrierte Heizung sorgt dann kurz­zeitig dafür, dass das Eis von den Verdampferflächen abtaut und das Wasser aus dem Gerät fließt. Meist wird es zum warmen Kompressor geleitet, wo es verdunstet.

E

Energieeffizienz­klasse. Siehe -> Energielabel.

Energielabel. Das Energielabel benennt Effizienz­klassen für elektrische Geräte und soll es den Verbrauche­rinnen und Verbrauchern erleichtern, Strom – und damit auch Geld und Kohlen­dioxid­emissionen – einzusparen. Ab dem 1. März 2021 werden den Geräten neue Energielabel beigefügt, sie lösen das bisherige Energielabel ab. Der Grund: Immer neue Effizienz­klassen am oberen Ende der Skala wie A++ und A+++ haben die Aussagekraft des Labels eher vermindert. Viele Gefriergeräte waren in den letzten Jahren zudem so spar­sam geworden, dass sie in der effizientesten Klasse A+++ landeten. Jetzt wird die Effizienz nicht mehr nach den Klassen A+++ bis D, sondern von A bis G einge­teilt. Die spar­samste Klasse A bleibt erst einmal frei − als Anreiz für die Hersteller, noch spar­samere Geräte zu entwickeln, damit sie in Zukunft wieder zu den „Klassen­besten“ gehören. Das neue Label bietet − wie schon das alte − zusätzliche Informationen über Raum­inhalt, Schall­emissionen und jähr­lichen Energieverbrauch der Geräte. Ein QR-Code in der oberen rechten Ecke des neuen Labels führt zur europäischen Produkt­daten­bank EPREL, wo sich schon vor dem Kauf weitere Informationen über den Gefrierer abrufen lassen.

G

Gebrauchs­volumen. Wird im Test ermittelt. Es ist der Raum, der in sämtlichen Fächern, Körben und Einschüben für Gefrier­gut zur Verfügung steht. Das für Verbraucher relevante Gebrauchs­volumen ist oft deutlich geringer als das --> Nutzvolumen.

K

Kälte­mittel. Durch­strömt den Kühl­kreis­lauf, wenn der Kompressor anspringt. Es besteht heut­zutage aus R600a (Isobutan). Diese Substanz ist klimarelevant, erhöht also den Treib­haus­effekt. Allerdings schädigt es nicht die Ozon­schicht der Atmosphäre. Teilhalogenierte, ozon­schicht­zerstörende Kälte­mittel sind in Europa verboten.

Klimaklasse. Informiert über die Umge­bungs­temperaturen, für die sich ein Gefriergerät eignet. Gebräuchlich ist in Mittel­europa die Klimaklasse SN-T, bei der die Außen­temperatur zwischen +10 und +43 Grad Celsius liegen darf. Die Klimaklasse N eignet sich nur für Außen­temperaturen von +16 bis 32 Grad, also eventuell nicht für den Keller.

Kompressor. Pumpe, die das Kälte­mittel verdichtet (komprimiert), so dass es sich unter Druck stark erwärmt. Diese Wärmeenergie wird via Wärmeüber­trager (oft rippen­artige Gitter­konstruktionen auf der Geräter­ückseite) an die Raum­luft abge­geben. Moderne Kompressoren arbeiten mit elektronischer Steuerung (etwa „Inverter“). Sie passen ihre Leistung dem Kühlbedarf an. Oft laufen sie länger als klassische Modelle.

Kühl­kreis­lauf. Wird vom Kälte­mittel durch­strömt. Der Kompressor verdichtet dieses; es erwärmt sich dabei. Wärmeüber­tragerflächen (meist auf der Geräter­ückseite) leiten die Wärme an die Außen­luft ab; das Kälte­mittel kühlt sich dabei ab. Anschließend sorgt ein Ventil dafür, dass sich das Kälte­mittel entspannt und dabei eiskalt wird. So durch­strömt es den Wärmeüber­trager im Innern des Gefriergeräts, den Verdampfer. Da das Kälte­mittel deutlich kälter als –18 Grad Celsius ist, kann es hier Wärme aufnehmen; der Innenraum erzielt so die gewünschten Minusgrade. Das Kälte­mittel verdampft und strömt gasförmig zurück zum Kompressor. Temperaturfühler / Thermostate steuern den Kühl­kreis­lauf.

N

Nettovolumen. Siehe -> Nutzvolumen.

Nutzvolumen. Wird vom Anbieter auf dem Energielabel deklariert. Bestimmt wird es ohne heraus­nehm­bare Einbauten (zum Beispiel Einschübe). Das Nutz-/Nettovolumen ist daher oft zirka 20 Prozent größer als das Gebrauchs­volumen, das die Stiftung Warentest in ihren Tests ermittelt.

No-Frost. Siehe -> Abtau­automatik.

S

Schnell­gefrier­funk­tion. Auch Superfrost genannt. Diese Funk­tion hilft beim Einfrieren größerer Lebens­mittel­mengen. Ist sie akti­viert, kühlt das Innere des Gefriergeräts schneller ab, die Temperatur sinkt unter die üblichen –18 Grad Celsius. Dafür muss der Kompressor häufiger anspringen oder länger laufen. Da dies den Strom­verbrauch erhöht, schalten alle aktuell verkauften Geräte die Schnell­gefrier­funk­tion nach spätestens 72 Stunden auto­matisch ab.

Strom­kosten. Werden berechnet, indem der jähr­liche Energieverbrauch (Kilowatt­stunden) mit dem aktuellen mitt­leren Strom­preis (derzeit 0,31 Euro pro Kilowatt­stunde) multipliziert wird.

Superfrost. Siehe -> Schnell­gefrier­funk­tion.

T

Temperaturstabilität beim Lagern. Die Bewertung dieses Prüfkriteriums informiert darüber, wie gut es einem Gefriergerät gelingt, die einge­stellte Lager­temperatur (üblicher­weise –18 Grad Celsius) über­all im Innern einzuhalten. Wird im Test bei verschiedenen Umge­bungs­temperaturen ermittelt.

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