Gefrier­schrank und Gefriertruhe

Glossar: Gefrier-Fach­begriffe erklärt

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Von Abtau­automatik über Klimaklasse bis Temperaturstabilität: Hier finden Sie Erläuterungen für die wichtigsten Fach­begriffe.

Gefrier­schrank und Gefriertruhe Testergebnisse für 35 Gefriergeräte

Inhalt

A

Abtau­automatik (No frost). Verhindert die Bildung von Eiskrusten im Innern. Normaler­weise kondensiert Luft­feuchtig­keit, die zum Beispiel beim Türöffnen ins Gerät dringt, an den kältesten Stellen. Dies sind im Gefriergerät die (Wärmeüber­trager-) Flächen, die von eiskalter Kühl­flüssig­keit versorgt werden (Verdampfer). Geräte mit Abtauautomatik sind häufig so konstruiert, dass sich diese Verdampferflächen in einem separaten Bereich befinden; ein Ventilator pustet die Kalt­luft dann zum Gefrier­gut. Bilden sich Eiskrusten, stoppt der Kompressor den Kühl­kreis­lauf und der Ventilator unterbricht seine Arbeit ebenfalls. Eine integrierte Heizung sorgt dann kurz­zeitig dafür, dass das Eis von den Verdampferflächen abtaut und das Wasser aus dem Gerät fließt. Meist wird es zum warmen Kompressor geleitet, wo es verdunstet.

E

Energieeffizienz­klasse. Siehe -> Energielabel.

Energielabel. Das Energielabel benennt Effizienz­klassen für elektrische Geräte und soll es den Verbrauche­rinnen und Verbrauchern erleichtern, Strom – und damit auch Geld und Kohlen­dioxid­emissionen – einzusparen. Seit dem 1. März 2021 gilt das neue Energielabel. Der Grund: Immer neue Effizienz­klassen am oberen Ende der Skala wie A++ und A+++ haben die Aussagekraft des Labels eher vermindert. Viele Gefriergeräte waren in den letzten Jahren zudem so spar­sam geworden, dass sie in der effizientesten Klasse A+++ landeten. Jetzt wird die Effizienz nicht mehr nach den Klassen A+++ bis D, sondern von A bis G einge­teilt. Die spar­samste Klasse A bleibt erst einmal frei − als Anreiz für die Hersteller, noch spar­samere Geräte zu entwickeln, damit sie in Zukunft wieder zu den „Klassen­besten“ gehören. Das neue Label bietet − wie schon das alte − zusätzliche Informationen über Raum­inhalt, Schall­emissionen und jähr­lichen Energieverbrauch der Geräte. Ein QR-Code in der oberen rechten Ecke des neuen Labels führt zur europäischen Produkt­daten­bank EPREL, wo sich schon vor dem Kauf weitere Informationen über den Gefrierer abrufen lassen.

G

Gebrauchs­volumen. Wird im Test ermittelt. Es ist der Raum, der in sämtlichen Fächern, Körben und Einschüben für Gefrier­gut zur Verfügung steht. Das für Verbraucher relevante Gebrauchs­volumen ist oft deutlich geringer als das --> Nutzvolumen.

K

Kälte­mittel. Durch­strömt den Kühl­kreis­lauf, wenn der Kompressor anspringt. Es besteht heut­zutage aus R600a (Isobutan). Diese Substanz ist klimarelevant, erhöht also den Treib­haus­effekt. Allerdings schädigt es nicht die Ozon­schicht der Atmosphäre. Teilhalogenierte, ozon­schicht­zerstörende Kälte­mittel sind in Europa verboten.

Klimaklasse. Informiert über die Umge­bungs­temperaturen, für die sich ein Gefriergerät eignet. Gebräuchlich ist in Mittel­europa die Klimaklasse SN-T, bei der die Außen­temperatur zwischen +10 und +43 Grad Celsius liegen darf. Die Klimaklasse N eignet sich nur für Außen­temperaturen von +16 bis 32 Grad, also eventuell nicht für den Keller.

Kompressor. Pumpe, die das Kälte­mittel verdichtet (komprimiert), so dass es sich unter Druck stark erwärmt. Diese Wärmeenergie wird via Wärmeüber­trager (oft rippen­artige Gitter­konstruktionen auf der Geräter­ückseite) an die Raum­luft abge­geben. Moderne Kompressoren arbeiten mit elektronischer Steuerung (etwa „Inverter“). Sie passen ihre Leistung dem Kühlbedarf an. Oft laufen sie länger als klassische Modelle.

Kühl­kreis­lauf. Wird vom Kälte­mittel durch­strömt. Der Kompressor verdichtet dieses; es erwärmt sich dabei. Wärmeüber­tragerflächen (meist auf der Geräter­ückseite) leiten die Wärme an die Außen­luft ab; das Kälte­mittel kühlt sich dabei ab. Anschließend sorgt ein Ventil dafür, dass sich das Kälte­mittel entspannt und dabei eiskalt wird. So durch­strömt es den Wärmeüber­trager im Innern des Gefriergeräts, den Verdampfer. Da das Kälte­mittel deutlich kälter als –18 Grad Celsius ist, kann es hier Wärme aufnehmen; der Innenraum erzielt so die gewünschten Minusgrade. Das Kälte­mittel verdampft und strömt gasförmig zurück zum Kompressor. Temperaturfühler / Thermostate steuern den Kühl­kreis­lauf.

N

Nettovolumen. Siehe -> Nutzvolumen.

Nutzvolumen. Wird vom Anbieter auf dem Energielabel deklariert. Bestimmt wird es ohne heraus­nehm­bare Einbauten (zum Beispiel Einschübe). Das Nutz-/Nettovolumen ist daher oft zirka 20 Prozent größer als das Gebrauchs­volumen, das die Stiftung Warentest in ihren Tests ermittelt.

No-Frost. Siehe -> Abtau­automatik.

S

Schnell­gefrier­funk­tion. Auch Superfrost genannt. Diese Funk­tion hilft beim Einfrieren größerer Lebens­mittel­mengen. Ist sie akti­viert, kühlt das Innere des Gefriergeräts schneller ab, die Temperatur sinkt unter die üblichen –18 Grad Celsius. Dafür muss der Kompressor häufiger anspringen oder länger laufen. Da dies den Strom­verbrauch erhöht, schalten alle aktuell verkauften Geräte die Schnell­gefrier­funk­tion nach spätestens 72 Stunden auto­matisch ab.

Strom­kosten. Werden berechnet, indem der jähr­liche Energieverbrauch (Kilowatt­stunden) mit dem aktuellen mitt­leren Strom­preis (derzeit 0,31 Euro pro Kilowatt­stunde) multipliziert wird.

Superfrost. Siehe -> Schnell­gefrier­funk­tion.

Gefrier­schrank und Gefriertruhe Testergebnisse für 35 Gefriergeräte

T

Temperaturstabilität beim Lagern. Die Bewertung dieses Prüfkriteriums informiert darüber, wie gut es einem Gefriergerät gelingt, die einge­stellte Lager­temperatur (üblicher­weise –18 Grad Celsius) über­all im Innern einzuhalten. Wird im Test bei verschiedenen Umge­bungs­temperaturen ermittelt.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

halsbandschnaepper am 12.08.2022 um 11:06 Uhr
Sinn der Eiswürfelfunktion?

Ist es schon zu viel verlangt einen normalen Eiswürfelbehälter (oder mehrere) in den Gefrierschrank zu stellen?

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.08.2022 um 14:15 Uhr
Eiswürfelbereiter

@christian201: Bei den Kühl-Gefrierkombinationen gibt es vier mit GUT bewertete Geräte, die einen automatischen Eiswürfelbereiter haben: https://www.test.de/Kuehlschraenke-im-Test-4735177-0/

christian201 am 09.08.2022 um 13:54 Uhr
Eiswuerfel?

Bin erstaunt dass mit keinem Wort die Funktion Eiswuerfelbereiter erwaehnt wird. Sicher 90% der Nutzer jagen oder fischen nicht (wie im Artikel erwaehnt), aber haetten gerne eine Eiswuerfel Funktion. Klar am Markt vorbei recherchiert.

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.08.2022 um 14:37 Uhr
Angaben zu den geprüften Gefriergeräten

@MHeise: Wir geben die Klimaklassen der geprüften Geräte an, diese Aussage ist für die Hersteller eine Pflichtangabe. Nach weiteren Angaben im (Online-)Handbuch, die zudem eher selten sind, recherchieren wir nicht.
Den Jahresstromverbrauch geben wir für geschlossene Geräte bei einer Raumtemperatur von 25°C an. Türöffnen und einlegen von einzufrierenden Lebensmitteln sind dabei nicht inbegriffen.
Der Luftaustausch beim Öffnen spielt auch eine geringere Rolle im Vergleich zu den Lebensmitteln, da Luft eine geringe Wärmekapazität hat.

MHeise am 20.07.2022 um 00:51 Uhr
StiWa falsche Angabe der empfohlenen Raumtemper.

Bei der Truhe Liebeherr CFD 2505-20 stimmt die von Ihnen angegebene emfpohlene Raumtemperatur nicht. Sie geben 10 bis 43 Grad an. Von der Liebherr-Seite:
"Um den optimalen Betrieb von Gefriergeräten auch bei niedrigen Umgebungstemperaturen zu gewährleisten, sind die Geräte durch FrostProtect auf eine besondere Tiefentemperaturtauglichkeit bis -15 °C ausgelegt. Sinkt die Umgebungstemperatur unter +10 °C arbeiten sie weiterhin effizient. Somit können die Geräte auch in unbeheizten Räumen, wie zum Beispiel der Garage, aufgestellt werden. "
Aus der Bedienungsanleitung: "Ein fehlerfreier Betrieb des Geräts ist sichergestellt, sofern die Umgebungstemperatur nicht auf unter -15 °C fällt." (Die Viskosität des Öls ist also ausreichend für den Kompressor). Die Klimaklasse SN-T ist nur die formala Einstufung. Die Tabelle erscheint (leider wieder einmal) nicht sorgfältig recherchiert).
Richtig ist also -15 - 43 Grad, was für kühle Keller im Winter wichti ist.