Gefrier­schrank und Gefriertruhe

So testet die Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest bewertet Gefriergeräte aktuell in sechs Disziplinen: Einfrieren, Temperaturstabilität beim Lagern, Geräusche, Energieeffizienz, Hand­habung und Verhalten bei Störungen. In jeder dieser sechs Disziplinen gibt es ein Urteil. Aus den unterschiedlich gewichteten Urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil.

Unser aktuelles Vorgehen in den Prüfungen und bei der Bewertung weicht von älteren Tests ab, weil wir unser Test­programm verändert haben.

Gefrier­schrank und Gefriertruhe Testergebnisse für 23 Gefriergeräte

Inhalt

Allgemeines Vorgehen im Test

Gefriergeräte im Test

Die Stiftung Warentest testet Gefrier­schränke und Gefriertruhen gemein­sam mit anderen unabhängigen europäischen Verbraucher­organisationen. Die Stiftung Warentest kauft die Produkte regulär (anonym) im Handel ein. Sie verwendet weder Presse­muster noch Prototypen.

Preise

Der Produktfinder zeigt Online-Preise ohne Versand­kosten. Die Preise ermittelt der Online­dienst idealo.de. Ergänzend können Sie in der erweiterten Suche auch nach Laden­preisen suchen. Diese erhebt die Stiftung Warentest über­regional.

Strom­kosten

Die Strom­kosten gibt die Stiftung Warentest für 15 Jahre geringe Nutzung an. Gerechnet wurde dabei mit dem im Test gemessenen Strom­verbrauch. Einfrieren bei 25 Grad Temperatur. Seit 2020 setzen wir für die Berechnung einen Strom­preis von 31 Cent pro Kilowatt­stunde an.

Unter­suchung

Das Prüf­programm gewähr­leistet, dass die im Rahmen des interna­tionalen Gemein­schafts­tests einge­kauften Gefriergeräte unter vergleich­baren Bedingungen untersucht werden. Sie stehen während der Prüfungen in Klimakammern, die konstante Umge­bungs­temperaturen garan­tieren. Alle Prüfungen finden ohne eventuell mitgelieferte Kälteakkus statt. Wir verwenden dabei keine echten Lebens­mittel, sondern arbeiten mit Kühlpaketen mit gleich­artiger Füll­masse (in Anlehnung an die Norm DIN EN 62552). Ausgewählte Kühlpakete bestü­cken wir mit Temperatur­mess­fühlern und platzieren diese gezielt an vergleich­baren Positionen im Innenraum.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die normale Gewichtung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in der Tabelle mit einem Stern­chen (*) gekenn­zeichnet. Alle Abwertungen wirken gleitend: Je schlechter das auslösende Urteil, desto stärker ist der jeweilige Abwertungs­effekt.

Details zum Test­programm seit 09/2018

Einfrieren: 25 %

Beim Einfrieren ohne Schnell­gefrier­funk­tion prüften wir, wie lange es dauert, bis einge­legtes Gefrier­gut (4 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) von 25 °C auf eine mitt­lere Temperatur von –16 °C abkühlt. Zusätzlich bewerteten wir, wie stark sich dabei bereits zuvor einge­lagertes Gefrier­gut (20 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) erwärmt. Das Einfrieren mit Schnell­gefrier­funk­tion untersuchten wir – sofern vorhanden – in gleicher Weise, akti­vierten aber diese Funk­tion zum Zeit­punkt des Einlegens. Wir akti­vieren die SuperFreeze Funk­tion nicht – wie in einigen Gebrauchs­anleitungen beschrieben – Stunden oder Tage vor dem Einlegen der Lebens­mittel. Das Nutzvolumen wird in der Regel im Daten­blatt des Anbieters genannt. Es berück­sichtigt das Innenvolumen ohne heraus­nehm­bare Einbauten (z.B. Einschübe), und ist damit größer als das von uns ermittelte Gebrauchs­volumen.

Temperaturstabilität beim Lagern: 10 %

Bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur prüften wir, wie gut die Gefriergeräte im Innern die einge­stellte Lager­temperatur (ca. -18 Grad) einhalten. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Gefrier­gut beladen – und zwar mit 20 kg Kühlpaketen je 100 Liter Nutzvolumen (bei 25 °C) oder mit 24 kg (bei 10 °C und 32 °C).

Geräusch: 5 %

Im Labor zeichneten wir die Geräusche jedes Gerätes über einen längeren Zeitraum hinweg auf, der die üblichen Betriebs­zustände einschließ­lich des Ein- und Ausschaltens umfasst. Auf Basis der ermittelten Schall­druck- und Schall­leistungs­pegel sowie der psycho­akustischen Para­meter Lautheit, Schärfe, Rauhig­keit, Schwankungs­stärke, Modulations­grad und Tonhaltig­keit wurde dann unter Zugrundelegung empirischer Hörstudien ein fünf­stufiger Geräusch­qualitäts­index errechnet, der im Urteil abge­bildet wird. Ein gutes Urteil beschreibt zum Beispiel eine angenehme Geräusch­qualität, ein befriedigendes Urteil eine befriedigende, ein ausreichendes Urteil eine störende Geräusch­qualität.

Energieeffizienz: 30 %

Wir bewerteten den spezi­fischen Strom­verbrauch pro 100 Liter Gebrauchs­volumen bei –18 °C Gefrierraum­temperatur sowie jeweils bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Gefrier­gut beladen – und zwar mit 20 kg Kühlpaketen je 100 Liter Nutzvolumen (bei 25 °C) oder mit 24 kg (bei 10 °C und 32 °C).

Zusätzlich bewerteten wir den spezi­fischen Strom­verbrauch beim Einfrieren, indem wir ermittelten, wie viel Energie pro Kilogramm einge­legter Kühlpakete erforderlich ist, um diese einzufrieren – und zwar ohne und ggf. mit akti­vierter Schnell­gefrier­funk­tion.

Hand­habung: 25 %

Ein Experte begut­achtete die Gebrauchs­anleitung auf Voll­ständig­keit, Installations-, Reinigungs- und Bedienungs­hinweise und Verständlich­keit. Drei geschulte Prüfer bewerteten das Einräumen und Verstauen (u.a. Gebrauch und bequemes Einräumen der Fächer, leicht­gängiges Hinein­schieben und Heraus­ziehen der Schübe); das Programmieren, die Beleuchtung innen (u.a. die Ausleuchtung verschiedener Bereiche und Blend­effekte) und das Reinigen (u.a. im Hinblick auf ausgelaufene Flüssig­keiten).

Verhalten bei Störungen: 5 %

Wir über­prüften, ob ein Tür­alarm vorhanden ist, und bewerteten, wie gut er funk­tioniert, wenn die Tür nicht voll­ständig geschlossen wurde. Anzeige bei zu hoher Temperatur: Wir prüften, ob und wie das Gerät bei einer Temperatur­über­schreitung über –7 °C warnt. Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall: Wir ermittelten die Zeit, bis die durch­schnitt­liche Temperatur des Gefrier­guts von –17 °C auf durch­schnitt­lich –9 °C angestiegen war – bei einer Umge­bungs­temperatur von 25 °C. Wir prüften praxis­nah mit relativ viel einge­lagertem Gefrier­gut (24 kg Kühlpakete pro 100 Liter Nutzvolumen).

Abwertungen

Wir wendeten folgende Abwertungen an:

  • test-Qualitäts­urteil: Lauteten die Urteile für Einfrieren, Geräusch oder Verhalten bei Störungen ausreichend oder schlechter, werteten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Verhalten bei Störungen: Das Verhalten bei Störungen werteten wir bei mangelhaftem Urteil für den Tür­alarm ab.
  • Hand­habung: Waren Programmieren oder Beleuchtung ausreichend oder schlechter, werteten wir die Hand­habung ab.

Details zum Test­programm bis 08/2018

Einfrieren: 15 %

Beim Einfrieren ohne Schnell­gefrier­funk­tion prüften wir, wie lange es dauert, bis einge­legtes Gefrier­gut (4 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) von 25 °C auf eine mitt­lere Temperatur von –16 °C abkühlt. Zusätzlich bewerteten wir, wie stark sich dabei bereits zuvor einge­lagertes Gefrier­gut (20 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) erwärmt. Das Einfrieren mit Schnell­gefrier­funk­tion untersuchten wir – sofern vorhanden – in gleicher Weise, akti­vierten aber diese Funk­tion zum Zeit­punkt des Einlegens. Das Nutzvolumen wird in der Regel im Daten­blatt des Anbieters genannt. Es berück­sichtigt das Innenvolumen ohne heraus­nehm­bare Einbauten (z.B. Einschübe), und ist damit größer als das von uns ermittelte Gebrauchs­volumen.

Temperaturstabilität beim Lagern: 15 %

Bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur prüften wir, wie gut die Gefriergeräte im Innern die einge­stellte Lager­temperatur (ca. -18 Grad) einhalten. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Gefrier­gut beladen – und zwar mit 20 kg Kühlpaketen je 100 Liter Nutzvolumen (bei 25 °C) oder mit 24 kg (bei 10 °C und 32 °C).

Geräusche und Vibrationen: 5 %

Drei Experten prüften subjektiv, wie laut und wie vibrierend die Geräte beim Einschalten, im Betrieb und beim Ausschalten arbeiten.

Strom­verbrauch: 30 %

Wir bewerteten den spezi­fischen Strom­verbrauch pro 100 Liter Gebrauchs­volumen bei –18 °C Gefrierraum­temperatur sowie jeweils bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Gefrier­gut beladen – und zwar mit 20 kg Kühlpaketen je 100 Liter Nutzvolumen (bei 25 °C) oder mit 24 kg (bei 10 °C und 32 °C).

Zusätzlich bewerteten wir den spezi­fischen Strom­verbrauch beim Einfrieren, indem wir ermittelten, wie viel Energie pro Kilogramm einge­legter Kühlpakete erforderlich ist, um diese einzufrieren – und zwar ohne und ggf. mit akti­vierter Schnell­gefrier­funk­tion.

Hand­habung: 20 %

Ein Experte begut­achtete die Gebrauchs­anleitung auf Voll­ständig­keit, Installations-, Reinigungs- und Bedienungs­hinweise und Verständlich­keit. Drei geschulte Prüfer bewerteten das Einräumen und Verstauen (u.a. Gebrauch und bequemes Einräumen der Fächer, leicht­gängiges Hinein­schieben und Heraus­ziehen der Schübe); das Programmieren, die Beleuchtung innen (u.a. die Ausleuchtung verschiedener Bereiche und Blend­effekte) und das Reinigen (u.a. im Hinblick auf ausgelaufene Flüssig­keiten).

Verhalten bei Störungen: 15 %

Wir über­prüften, ob ein Tür­alarm vorhanden ist, und bewerteten, wie gut er funk­tioniert, wenn die Tür nicht voll­ständig geschlossen wurde. Anzeige bei zu hoher Temperatur: Wir prüften, ob und in welcher Qualität/Intensität das Gerät optisch und akustisch bei einer Temperatur­über­schreitung über –7 °C warnt. Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall: Wir ermittelten die Zeit, bis die durch­schnitt­liche Temperatur des Gefrier­guts von –17 °C auf durch­schnitt­lich –9 °C angestiegen war – bei einer Umge­bungs­temperatur von 25 °C. Wir prüften praxis­nah mit relativ viel einge­lagertem Gefrier­gut (24 kg Kühlpakete pro 100 Liter Nutzvolumen).

Abwertungen

Wir wendeten folgende Abwertungen an:

  • test-Qualitäts­urteil: Das Qualitäts­urteil wurde abge­wertet, wenn das Einfrieren befriedigend oder schlechter war oder das Verhalten bei Störungen ausreichend oder schlechter.
  • Verhalten bei Störungen: Die Note für das Verhalten bei Störungen wurde abge­wertet, wenn die Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall ausreichend oder schlechter, die Anzeige bei zu hoher Temperatur ausreichend oder schlechter oder der Tür­alarm mangelhaft war.
  • Hand­habung: Die Note für die Hand­habung werteten wir ab, wenn das Urteil fürs Programmieren mangelhaft lautete.

Gefrier­schrank und Gefriertruhe Testergebnisse für 23 Gefriergeräte

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94 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 07.01.2022 um 12:23 Uhr
Klimaklasse SN-T

@fritz_oscar:die Umgebungstemperaturen in denen wir die Gefriergeräte testen, entspricht etwa den Temperaturen, die man in Deutschland vorfindet und orientiert sich an den Klimaklassen der von uns geprüften Geräte. Die Klimaklasse informiert über die Umgebungstemperaturen, für die sich ein Gefrierschrank eignet. Gebräuchlich ist in Mitteleuropa die Klimaklasse SN-T (Subnormal bis tropisch), bei der die Außentemperatur zwischen +10 und +43 Grad Celsius liegen darf.
Die Umgebungstemperaturen von 10°C, 25°C und 32°C entsprechen also einer Kellerumgebung, Küche und einem heißem Sommer. Die Tester sehen so, ob ein Gefriergerät bei schwankender Raumtemperatur die Kühltemperatur einhält. Die Luftfeuchtigkeit spielt dabei keine Rolle,

fritz_oscar am 06.01.2022 um 20:42 Uhr
Klimaklasse fehlt

In den Testergebnissen fehlt definitiv die Filterung nach Klimaklasse.
Was hilft es mir, zu wissen dass ein Kühlschrank gut ist, der aber nicht zu meinen Klimaanforderungen passt?

Julian_Ziesing am 11.12.2021 um 17:53 Uhr
Für Neukäufer unbrauchbar

Man muss schon sehr genau hinschauen, um zu verstehen, dass der Artikel nur 11 Produkte zeigt, die noch lieferbar sind, welche sich wiederum in 3 Kategorien unterteilen. Das macht am Ende 3 lieferbare kleine Gefrierschränke. Ein Test für 1,50 EUR.
Liebe test-Redaktion, wenn sich User darüber beschweren, dass sie etwas nicht verstanden haben, und Sie dann darauf hinweisen, dass es doch an anderer Stelle im Text steht, kann es sein, dass es nicht deutlich genug ist. Den enttäuschten Käufern die Schuld geben ist genau die Reaktion, die wir von Herstellern gewohnt sind, die ein negatives test-Ergebnis von Ihnen bekommen...

Fred.Meyer am 16.11.2021 um 07:38 Uhr
Alter Wein in neuen Schläuchen

Ich bin sehr enttäuscht von dem Vorgehen von der Stiftung Warentest. Einfach alter Wein in neuen Schläuchen.
Wenn "Gefrier­schrank und Gefriertruhe: 74 Tiefkühler im Test" mit dem Datum 2021 "angepreist" werden und sich dahinter Tests aus den Jahren 2015, 2017 und 2019 verbergen - und dann noch von Seiten des Anbieters damit argumentiert wird, man hätte ja lesen können, dass nur noch 11 Geräte verfügbar sind. Ja, das habe ich, und zwar "Gefrier­schrank und Gefriertruhe: 74 Tiefkühler im Test" damit wird ein falscher Eindruck erweckt - zumindest ein missverständlicher. Und das steht einer Stiftung Warentest nicht gut zu Gesicht. Das können dubiose Anbieter machen, aber nicht die Stiftung Warentest.
Wie bei einigen Vorrednern, das war das letzte Mal, dass ich einen Testbericht gekauft habe. Wirklich enttäuscht.

Profilbild Stiftung_Warentest am 15.11.2021 um 11:45 Uhr
Lieferbarkeit, Veröffentlichungsdatum

@psmog: Schon vor dem kostenpflichtigen Download kann man an zwei Stellen lesen, dass im Moment 11 Gefriergeräte lieferbar sind. Mit Klick auf „Heftartikel als PDF“ unter INHALT, gelangt man zu den Testberichten mit Angabe der Veröffentlichung in den Heften. Das Veröffentlichungsdatum ist jeweils vermerkt, so dass das Alter des Beitrags gut ersichtlich ist. Beim Produktfinder Gefrierschrank und Gefriertruhe ist immer das Jahr der Veröffentlichung der jeweiligen Geräte angegeben. Das kann man schon vor der Zahlschnittstelle lesen.
Gefriergeräte werden oft gebraucht gekauft. Auch aus diesem Grund ist es gut, wenn die Qualitätsurteile der getesteten Geräte aus alten Veröffentlichungen noch nachzulesen sind. Die Stiftung Warentest hat keinen Einfluss darauf, wann ein Anbieter ein Gefriergerät aus dem Sortiment nimmt.