Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test

So testet die Stiftung Warentest Gefriergeräte

7 neue Geräte

110

Die Stiftung Warentest bewertet Gefriergeräte aktuell in sechs Disziplinen. Aus den unterschiedlich gewichteten Urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil.

Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test Testergebnisse für 42 Gefriergeräte

Allgemeines Vorgehen

Unter der Rubrik „So haben wir getestet“ machen wir bei unseren Tests stets trans­parent, welcher Prüf­methoden sich unsere Tester bedienen und auf welche Normen oder gesetzlichen Vorgaben wir uns dabei beziehen. Da wir mit der Zeit gehen, passen wir unsere Prüfungen gelegentlich an. Nach­folgend steht das Prüf­programm, mit dem wir seit 09/2018 arbeiten. Das neue Energielabel hat dazu geführt, dass wir seit Juni 2022 die Energieeffizienz strenger bewerten – die Prüfungen selbst haben sich nicht geändert. Mehr dazu unter dem Punkt Energieeffizienz.

Gefriergeräte im Test

Die Stiftung Warentest testet Gefrier­schränke und Gefriertruhen gemein­sam mit anderen unabhängigen europäischen Verbraucher­organisationen. Die Stiftung Warentest kauft die Produkte regulär (anonym) im Handel ein. Sie verwendet weder Presse­muster noch Prototypen.

Preise

Der Produktfinder zeigt Online-Preise ohne Versand­kosten. Die Preise ermittelt der Online­dienst idealo.de. Ergänzend können Sie in der erweiterten Suche auch nach Laden­preisen suchen. Diese erhebt die Stiftung Warentest über­regional in Deutsch­land.

Strom­kosten

Die Strom­kosten gibt die Stiftung Warentest für 15 Jahre geringe Nutzung an. Gerechnet wurde dabei mit dem im Test gemessenen Strom­verbrauch fürs Lagern ohne Herunter­kühlen oder ggf. Einfrieren bei 25 Grad Temperatur. Wir setzen für die Berechnung aktuell einen Strom­preis von 34 Cent pro Kilowatt­stunde an.

Unter­suchung

Das Prüf­programm gewähr­leistet, dass die im Rahmen des interna­tionalen Gemein­schafts­tests einge­kauften Gefriergeräte unter vergleich­baren Bedingungen untersucht werden. Sie stehen während der Prüfungen in Klimakammern, die konstante Umge­bungs­temperaturen garan­tieren. Alle Prüfungen finden ohne eventuell mitgelieferte Kälteakkus statt. Wir verwenden dabei keine echten Lebens­mittel, sondern arbeiten mit Kühlpaketen mit gleich­artiger Füll­masse (in Anlehnung an die Norm Din EN 62552). Ausgewählte Kühlpakete bestü­cken wir mit Temperatur­mess­fühlern und platzieren diese gezielt an vergleich­baren Positionen im Innenraum.

Das Nutzvolumen (auch als Nettovolumen bezeichnet) wird in der Regel im Daten­blatt des Anbieters und auf dem Energielabel genannt. Es berück­sichtigt das Innenvolumen ohne die heraus­nehm­baren Einbauten (z.B. Einschübe) und ist damit größer als das von uns ermittelte Gebrauchs­volumen.

Details zum Test­programm seit 09/2018

Einfrieren: 25 %

Beim Einfrieren ohne Schnell­gefrier­funk­tion prüften wir, wie lange es dauert, bis einge­legtes Gefrier­gut (4 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) von 25 °C auf eine mitt­lere Temperatur von –16 °C abkühlt. Zusätzlich bewerteten wir, wie stark sich dabei bereits zuvor einge­lagertes Gefrier­gut (20 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) erwärmt.

Das Einfrieren mit Schnell­gefrier­funk­tion untersuchten wir – sofern vorhanden – in gleicher Weise, akti­vierten aber diese Funk­tion zum Zeit­punkt des Einlegens. Wir akti­vieren die Super-Freeze-Funk­tion nicht – wie in einigen Gebrauchs­anleitungen beschrieben – Stunden oder Tage vor dem Einlegen der Lebens­mittel.

Temperaturstabilität beim Lagern: 10 %

Bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur prüften wir, wie gut die Gefriergeräte im Innern die einge­stellte Lager­temperatur (ca. -18 Grad) einhalten. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Gefrier­gut beladen – und zwar mit 20 kg Kühlpaketen je 100 Liter Nutzvolumen (bei 25 °C) oder mit 24 kg (bei 10 °C und 32 °C).

Geräusch: 5 %

Im Labor zeichneten wir die Geräusche jedes Gerätes über einen längeren Zeitraum hinweg auf, der die üblichen Betriebs­zustände einschließ­lich des Ein- und Ausschaltens umfasst. Auf Basis der ermittelten Schall­druck- und Schall­leistungs­pegel sowie der psycho­akustischen Para­meter Lautheit, Schärfe, Rauhig­keit, Schwankungs­stärke, Modulations­grad und Tonhaltig­keit haben wir dann unter Zugrundelegung empirischer Hörstudien einen fünf­stufigen Geräusch­qualitäts­index errechnet, der im Urteil abge­bildet wird. Ein gutes Urteil beschreibt zum Beispiel eine angenehme Geräusch­qualität, ein ausreichendes Urteil eine störende Geräusch­qualität.

Energieeffizienz: 30 %

Wir bewerteten den spezi­fischen Strom­verbrauch pro 100 Liter Gebrauchs­volumen bei –18 °C Gefrierraum­temperatur sowie jeweils bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Gefrier­gut beladen – und zwar mit 20 kg Kühlpaketen je 100 Liter Nutzvolumen (bei 25 °C) oder mit 24 kg (bei 10 °C und 32 °C).

Zusätzlich bewerteten wir den spezi­fischen Strom­verbrauch beim Einfrieren, indem wir ermittelten, wie viel Energie pro Kilogramm einge­legter Kühlpakete erforderlich ist, um diese einzufrieren – und zwar ohne und gegebenenfalls mit akti­vierter Schnell­gefrier­funk­tion.

Änderung durch das neue Energieeffizienzlabel: Das neue Energielabel hat die Art und Weise verändert, wie das Volumen von Gefriergeräten bemessen wird. Dadurch wird ­vielen Gefriergeräten nun ein größeres Nutzvolumen zuge­schrieben als unter den vorherigen Label-Bestimmungen. Deshalb werden sie in unserem Test mitunter stärker beladen als bisher, müssen also mehr Inhalt kühlen.

Hand­habung: 25 %

Ein Experte begut­achtete die Gebrauchs­anleitung auf Voll­ständig­keit, Installations-, Reinigungs- und Bedienungs­hinweise und Verständlich­keit. Drei geschulte Prüfer bewerteten das Einräumen und Verstauen (etwa Gebrauch und bequemes Einräumen der Fächer, leicht­gängiges Hinein­schieben und Heraus­ziehen der Schübe). Sie bewerteten außerdem das Bedienen, die Beleuchtung innen (etwa die Ausleuchtung verschiedener Bereiche und Blend­effekte) und das Reinigen (etwa im Hinblick auf ausgelaufene Flüssig­keiten).

Verhalten bei Störungen: 5 %

Wir über­prüften, ob ein Tür­alarm vorhanden ist, und bewerteten, wie gut er funk­tioniert, wenn die Tür nicht voll­ständig geschlossen wurde.

Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall: Wir ermittelten die Zeit, bis die durch­schnitt­liche Temperatur des Gefrier­guts von –17 °C auf durch­schnitt­lich –9 °C angestiegen war – bei einer Umge­bungs­temperatur von 25 °C. Wir prüften praxis­nah mit relativ viel einge­lagertem Gefrier­gut (24 kg Kühlpakete pro 100 Liter Nutzvolumen).

Anzeige bei zu hoher Temperatur: Wir prüften, ob und wie das Gerät bei einer Temperatur­über­schreitung über –7 °C warnt.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die normale Gewichtung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in der Tabelle mit einem Stern­chen (*) gekenn­zeichnet. Alle Abwertungen wirken gleitend: Je schlechter das auslösende Urteil, desto stärker ist der jeweilige Abwertungs­effekt. Wir wendeten folgende Abwertungen an:

  • test-Qualitäts­urteil: Lauteten die Urteile für Einfrieren, Geräusch oder Verhalten bei Störungen ausreichend oder schlechter, werteten wir das test-Qualitäts­urteil ab. Lautete die Note für Energieeffizienz mangelhaft, wurde das Qualitäts­urteil ebenfalls abge­wertet.
  • Temperaturstabilität beim Lagern. Waren einzelne Urteile unter Temperaturstabilität ausreichend oder schlechter, werteten wir die Temperaturstabilität ab.
  • Energieeffizienz. Waren einzelne Urteile unter Energieeffizienz ausreichend oder schlechter, werteten wir das Urteil Energieeffizienz ab.
  • Hand­habung: Waren einzelne Urteile unter Hand­habung ausreichend oder schlechter, werteten wir das Urteil Hand­habung ab.
  • Verhalten bei Störungen: Das Verhalten bei Störungen werteten wir bei mangelhaftem Urteil für den Tür­alarm oder für die Anzeige bei zu hoher Temperatur ab. Ab ausreichendem Urteil für Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall werteten wir ebenfalls ab.

Details zum Test­programm bis 08/2018

Einfrieren: 15 %

Beim Einfrieren ohne Schnell­gefrier­funk­tion prüften wir, wie lange es dauert, bis einge­legtes Gefrier­gut (4 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) von 25 °C auf eine mitt­lere Temperatur von –16 °C abkühlt. Zusätzlich bewerteten wir, wie stark sich dabei bereits zuvor einge­lagertes Gefrier­gut (20 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) erwärmt. Das Einfrieren mit Schnell­gefrier­funk­tion untersuchten wir – sofern vorhanden – in gleicher Weise, akti­vierten aber diese Funk­tion zum Zeit­punkt des Einlegens. Das Nutzvolumen wird in der Regel im Daten­blatt des Anbieters genannt. Es berück­sichtigt das Innenvolumen ohne heraus­nehm­bare Einbauten (z.B. Einschübe), und ist damit größer als das von uns ermittelte Gebrauchs­volumen.

Temperaturstabilität beim Lagern: 15 %

Bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur prüften wir, wie gut die Gefriergeräte im Innern die einge­stellte Lager­temperatur (ca. -18 Grad) einhalten. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Gefrier­gut beladen – und zwar mit 20 kg Kühlpaketen je 100 Liter Nutzvolumen (bei 25 °C) oder mit 24 kg (bei 10 °C und 32 °C).

Geräusche und Vibrationen: 5 %

Drei Experten prüften subjektiv, wie laut und wie vibrierend die Geräte beim Einschalten, im Betrieb und beim Ausschalten arbeiten.

Strom­verbrauch: 30 %

Wir bewerteten den spezi­fischen Strom­verbrauch pro 100 Liter Gebrauchs­volumen bei –18 °C Gefrierraum­temperatur sowie jeweils bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Gefrier­gut beladen – und zwar mit 20 kg Kühlpaketen je 100 Liter Nutzvolumen (bei 25 °C) oder mit 24 kg (bei 10 °C und 32 °C).

Zusätzlich bewerteten wir den spezi­fischen Strom­verbrauch beim Einfrieren, indem wir ermittelten, wie viel Energie pro Kilogramm einge­legter Kühlpakete erforderlich ist, um diese einzufrieren – und zwar ohne und ggf. mit akti­vierter Schnell­gefrier­funk­tion.

Hand­habung: 20 %

Ein Experte begut­achtete die Gebrauchs­anleitung auf Voll­ständig­keit, Installations-, Reinigungs- und Bedienungs­hinweise und Verständlich­keit. Drei geschulte Prüfer bewerteten das Einräumen und Verstauen (u.a. Gebrauch und bequemes Einräumen der Fächer, leicht­gängiges Hinein­schieben und Heraus­ziehen der Schübe); das Programmieren, die Beleuchtung innen (u.a. die Ausleuchtung verschiedener Bereiche und Blend­effekte) und das Reinigen (u.a. im Hinblick auf ausgelaufene Flüssig­keiten).

Verhalten bei Störungen: 15 %

Wir über­prüften, ob ein Tür­alarm vorhanden ist, und bewerteten, wie gut er funk­tioniert, wenn die Tür nicht voll­ständig geschlossen wurde. Anzeige bei zu hoher Temperatur: Wir prüften, ob und in welcher Qualität/Intensität das Gerät optisch und akustisch bei einer Temperatur­über­schreitung über –7 °C warnt. Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall: Wir ermittelten die Zeit, bis die durch­schnitt­liche Temperatur des Gefrier­guts von –17 °C auf durch­schnitt­lich –9 °C angestiegen war – bei einer Umge­bungs­temperatur von 25 °C. Wir prüften praxis­nah mit relativ viel einge­lagertem Gefrier­gut (24 kg Kühlpakete pro 100 Liter Nutzvolumen).

Abwertungen

Wir wendeten folgende Abwertungen an:

  • test-Qualitäts­urteil: Das Qualitäts­urteil wurde abge­wertet, wenn das Einfrieren befriedigend oder schlechter war oder das Verhalten bei Störungen ausreichend oder schlechter.
  • Verhalten bei Störungen: Die Note für das Verhalten bei Störungen wurde abge­wertet, wenn die Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall ausreichend oder schlechter, die Anzeige bei zu hoher Temperatur ausreichend oder schlechter oder der Tür­alarm mangelhaft war.
  • Hand­habung: Die Note für die Hand­habung werteten wir ab, wenn das Urteil fürs Programmieren mangelhaft lautete.

Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test Testergebnisse für 42 Gefriergeräte

110

Mehr zum Thema

  • FAQ Kühlgeräte und Gefriergeräte Antworten auf coole Fragen

    - Die Stiftung Warentest prüft regel­mäßig Kühlgeräte und Gefriergeräte – und erhält viele Leserfragen: Reparieren oder neu kaufen? Was ist wichtig bei Einbau und Betrieb?

  • Einfrieren So frieren Sie Lebens­mittel richtig ein

    - Klar, Sie können Ihr Gefrier­gut einfach ins Eisfach werfen. Wenn aber Aroma und Konsistenz nach dem Auftauen top sein sollen, haben wir Tricks zum Einfrieren für Sie.

  • Energielabel Das bedeuten die neuen Etiketten

    - Seit März 2021 gilt ein strengeres Energielabel für Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernseher. Die Klassen A+ bis A+++ verschwinden. Wir klären auf.

110 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.10.2022 um 10:53 Uhr
Aktualität der Testergebnisse

@oerl: Wir haben den Miele FN24062ws noch zu Zeiten des alten Energielabels geprüft.
Damals hat Miele A++ und 203 kWh Jahresverbrauch angegeben.
Durch die Umstellung auf das neue Energielabel (jetzt F) und die neuen Prüfbedingungen kann sich der Jahresverbrauch deutlich ändern, auch ohne anderen Kompressor.
Viele Anbieter haben mit der Label-Umstellung auch ihre Gerätebezeichnung geändert.
Hier scheint das nicht der Fall zu sein, was zu den geschilderten Verwirrungen führt.

oerl am 28.10.2022 um 14:37 Uhr
Aktualität der Testergebnisse, Miele FN24062ws

Miele hat scheinbar einen anderen Kompressor im freistehenden Gefrierschrank FN24062ws eingebaut. Laut Testergebnis soll der Gefrierschrank 203 kWh/h verbrauchen; das Datenblatt der Firma gibt zu diesem Schrank einen Jahresverbrauch von 274,56 kWh an. Damit landet er in Energieeffizienzklasse F. Eine schlüssige Antwort zu der Diskrepanz habe ich bei der Kundenberatung von Miele nicht erhalten. Der andere, neue (höhere) Verbrauch wurde mit der Einführung der neuen Energieeffizienzklassen begründet.

halsbandschnaepper am 12.08.2022 um 11:06 Uhr
Sinn der Eiswürfelfunktion?

Ist es schon zu viel verlangt einen normalen Eiswürfelbehälter (oder mehrere) in den Gefrierschrank zu stellen?

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.08.2022 um 14:15 Uhr
Eiswürfelbereiter

@christian201: Bei den Kühl-Gefrierkombinationen gibt es vier mit GUT bewertete Geräte, die einen automatischen Eiswürfelbereiter haben: https://www.test.de/Kuehlschraenke-im-Test-4735177-0/

christian201 am 09.08.2022 um 13:54 Uhr
Eiswuerfel?

Bin erstaunt dass mit keinem Wort die Funktion Eiswuerfelbereiter erwaehnt wird. Sicher 90% der Nutzer jagen oder fischen nicht (wie im Artikel erwaehnt), aber haetten gerne eine Eiswuerfel Funktion. Klar am Markt vorbei recherchiert.