Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test Die besten spar­samen Tiefkühler

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Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test - Die besten spar­samen Tiefkühler
Praktisch. Ob im Gefrier­schrank oder in der Gefriertruhe – tiefgekühlt bleibt Gemüse länger frisch. © Adobe Stock

Im Gefrier­schrank-Test haben wir erst­mals Truhen und Schränke mit neuem Energielabel geprüft. Viele sind spar­sam, doch es gibt große Unterschiede bei Preis und Leistung.

Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test Testergebnisse für 35 Gefriergeräte

Der ideale Lager­platz für Tiefgekühltes – eine Typfrage. Wer gerne gärtnert, angelt oder jagt, braucht ein besonders kraft­volles Gerät, das selbst große Mengen zügig durch­friert. Für Freunde von Fertigkost aus dem Supermarkt ist die schnelle Einfrier­funk­tion vergleichs­weise unwichtig.

Die Test­daten­bank der Stiftung Warentest zeigt passende Geräte für beide Nutzer­typen. Die Unterschiede im Hinblick auf die Einfrier­leistung sind enorm, genauso wie beim Strom­verbrauch und in anderen Prüfungen. In unserer Daten­bank können Sie Ihren persönlichen Testsieger, den für Ihre Zwecke besten Froster heraus­filtern. Die Modelle im Gefrierschrank-Test reichen vom 60-Liter-Schränk­chen bis zum 352-Liter-Riesen.

Tipp: Sie wollen gar keine Gefriertruhe sondern einen Kühl­schrank oder eine Kühl-Gefrier-Kombination? Da hilft Ihnen unser großer Kühlschrank-Test mit individueller Kauf­beratung.

Warum sich der Gefrier­schrank-Test für Sie lohnt

  • Test­ergeb­nisse. Unsere Test­daten­bank enthält Ergeb­nisse für 35 Gefriergeräte. Darunter Tiefkühlgeräte von Liebherr, Bauknecht, Miele und Samsung. Die Noten reichen von Gut bis Mangelhaft. Aufgrund der Energielabel-Umstellung sind momentan nur 22 lieferbar.
  • Individueller Produkt­vergleich. Die Test­ergeb­nisse lassen sich nach Ihren Bedürf­nissen filtern, die jeweiligen Geräte sich direkt vergleichen.
  • Heft­artikel als PDF. Zusätzlich können Sie sich nach dem Frei­schalten die Test-Berichte der Zeitschrift test zum Thema „Gefriergeräte“ als PDF herunter­laden.

Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test Testergebnisse für 35 Gefriergeräte

Gefrier­schrank A+++ ade: Unser Testsieger hat nur noch D

Mit dem Juni-Update haben wir erst­mals elf Modelle mit neuem Energielabel in unserer Daten­bank. Bereits seit Früh­jahr 2021 gilt das neue Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte. Seitdem sind die Gefrier­schränke und Truhen nicht mehr in Klassen von A+++ bis D einge­teilt, sondern von A bis G. Für den Gefriergeräte-Markt bedeutet das: Viele der oft seit mehreren Jahren verkauften Modelle mit altem Label sind nun nicht mehr erhältlich.

Unsere Test­daten­bank bietet deshalb momentan etwas weniger Auswahl, als Sie von der Stiftung Warentest gewohnt sind: Von den getesteten Modellen sind 22 Gefriergeräte lieferbar.

Ebenfalls gewöhnungs­bedürftig: Unser aktueller Gefrier­schrank-Testsieger hat nicht mehr die Energieeffizienz­klasse A+++ sondern D. Die Maßstäbe sind mit dem neuen Label strenger geworden, damit sich die Anbieter mehr anstrengen, effizientere Geräte zu produzieren.

Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test Testergebnisse für 35 Gefriergeräte

Strom­verbrauch: Unsere Tests helfen sparen

Ein besonderes Augen­merk legt die Stiftung Warentest auf die Energieeffizienz. Die ist besonders beim Gefrier­schrank-Test wichtig, denn über eine längere Nutzungs­dauer kostet der Strom oft mehr als das Gerät selbst. In unseren Prüfungen berück­sichtigen wir, wie effizient die Gefriergeräte bei verschiedenen Umge­bungs­temperaturen arbeiten und wie viel Strom sie beim Einfrieren von Lebens­mitteln verbrauchen.

Wir haben ermittelt, welche Strom­kosten über 15 Jahre Nutzungs­zeit zusammen­kommen – so hilft unser Test lang­fristig zu sparen. Wenn Sie ein Gerät mit möglichst geringem Strom­verbrauch kaufen, sind Sie bei steigenden Strom­preisen gut gewappnet. Einen großen Einfluss hat auch das individuelle „Einfrier-Verhalten“ – wir geben Tipps, wie Sie Stromkosten des Gefriergeräts minimieren.

Gefriertruhen und Gefrier­schrank im Test: Bauformen im Über­blick

Alle Gefriergeräte bestehen aus einer isolierten Außenhülle, die verhindern soll, dass Wärme aus der Umge­bung in den Innenraum dringt. Thermostat und Kompressor sorgen für die angestrebten Minusgrade und dafür, dass die gelagerten Lebens­mittel geschützt sind. Unterschiede zwischen den Typen gibt es dennoch.

Frei­stehende Gefrier­schränke: Platz­sparend und über­sicht­lich

Sie sind in verschiedenen Abmessungen als große und kleine Gefrier­schränke erhältlich. Innen lagert Gefrier­gut oft in Schubfächern.

Vorteile

Nachteile

  • Zum Aufstellen genügt eine recht kleine Fläche. Breite und Tiefe liegen oft im Bereich von nur 60 bis 70 Zenti­meter.
  • Hohe Modelle bieten ähnlich viel Platz wie Truhen, sind aber oft über­sicht­licher. Durch Schub­laden, die sich oft einfach heraus­ziehen, ein- und ausräumen sowie durch­suchen lassen.
  • Die oberen Fächer hoher Schränke sind für kleine Menschen schlecht erreich­bar.
  • Sehr energieeffiziente Modelle mit sehr guter Wärmedämmung sind oft teurer als vergleich­bar große Truhen.

Einbau-Gefrier­schränke: Optisch gut integriert

Das Innenleben eines Einbau-Gefrier­schranks ist ähnlich wie das von Standgeräten, optisch versteckt er sich hinter einer einheitlichen Küchenfront. Das kann Folgen für Raum­angebot und Energieeffizienz haben. Momentan haben wir Test­ergeb­nisse für nur drei Tiefkühlschränke zum einbauen in der Daten­bank.

Vorteile

Nachteile

  • Einbaugeräte passen sich durch einheitliche Fronten der Küche an.
  • Auch sie sind oft durch Schubfächer unterteilt, was das Ein- und Ausräumen, Sortieren und Suchen erleichtert.
  • Einbaumodelle sind an sich relativ teuer, dazu kommen Kosten für Korpus, Tür und Einbau.
  • Es kann es sein, dass für den Möbelkorpus etwas Kühlraum oder Wärmedämm­schicht geopfert werden muss. Entweder fällt also der Raum zum Lagern kleiner aus oder das Gerät arbeitet weniger energieeffizient.

Gefriertruhen: Preis­wert und flexibel

Angler, Jäger und Sammler kommen kaum ohne sie aus: eine große Kühl­truhe mit Klapp­deckel. Darin lässt sich auch großes Gefrier­gut frosten. Unsere Test­daten­bank enthält momentan nur Ergebnisse für fünf Gefriertruhen.

Vorteile

Nachteile

  • Selbst energieeffiziente Gefriertruhen sind oft recht preis­wert.
  • Auch die Strom­kosten sind nied­rig, da sie häufig im kühlen Neben­raum oder Keller stehen.
  • Der große Innenraum bietet viel Flexibilität und die Möglich­keit, auch mal großes Gefrier­gut einzufrieren.
  • Truhen benötigen viel Raum: Zum einen, eine recht große Aufstell­fläche, zum anderen ist der Raum über der Truhe durch den Klapp­deckel nicht nutz­bar.
  • Der untere Teil der Truhe ist zudem recht schwer zugäng­lich. Die Unüber­sicht­lich­keit birgt die Gefahr, dass Lebens­mittel in Vergessenheit geraten.

Noch Fragen? Dann lesen Sie unser FAQ zu Kühl- und Gefriergeräten, das die Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt.

Gefrier­schränke und Gefriertruhen im Test Testergebnisse für 35 Gefriergeräte

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    - Die Stiftung Warentest prüft regel­mäßig Kühlgeräte und Gefriergeräte – und erhält viele Leserfragen: Reparieren oder neu kaufen? Was ist wichtig bei Einbau und Betrieb?

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110 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.10.2022 um 10:53 Uhr
Aktualität der Testergebnisse

@oerl: Wir haben den Miele FN24062ws noch zu Zeiten des alten Energielabels geprüft.
Damals hat Miele A++ und 203 kWh Jahresverbrauch angegeben.
Durch die Umstellung auf das neue Energielabel (jetzt F) und die neuen Prüfbedingungen kann sich der Jahresverbrauch deutlich ändern, auch ohne anderen Kompressor.
Viele Anbieter haben mit der Label-Umstellung auch ihre Gerätebezeichnung geändert.
Hier scheint das nicht der Fall zu sein, was zu den geschilderten Verwirrungen führt.

oerl am 28.10.2022 um 14:37 Uhr
Aktualität der Testergebnisse, Miele FN24062ws

Miele hat scheinbar einen anderen Kompressor im freistehenden Gefrierschrank FN24062ws eingebaut. Laut Testergebnis soll der Gefrierschrank 203 kWh/h verbrauchen; das Datenblatt der Firma gibt zu diesem Schrank einen Jahresverbrauch von 274,56 kWh an. Damit landet er in Energieeffizienzklasse F. Eine schlüssige Antwort zu der Diskrepanz habe ich bei der Kundenberatung von Miele nicht erhalten. Der andere, neue (höhere) Verbrauch wurde mit der Einführung der neuen Energieeffizienzklassen begründet.

halsbandschnaepper am 12.08.2022 um 11:06 Uhr
Sinn der Eiswürfelfunktion?

Ist es schon zu viel verlangt einen normalen Eiswürfelbehälter (oder mehrere) in den Gefrierschrank zu stellen?

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.08.2022 um 14:15 Uhr
Eiswürfelbereiter

@christian201: Bei den Kühl-Gefrierkombinationen gibt es vier mit GUT bewertete Geräte, die einen automatischen Eiswürfelbereiter haben: https://www.test.de/Kuehlschraenke-im-Test-4735177-0/

christian201 am 09.08.2022 um 13:54 Uhr
Eiswuerfel?

Bin erstaunt dass mit keinem Wort die Funktion Eiswuerfelbereiter erwaehnt wird. Sicher 90% der Nutzer jagen oder fischen nicht (wie im Artikel erwaehnt), aber haetten gerne eine Eiswuerfel Funktion. Klar am Markt vorbei recherchiert.