Gefrierschränke Test

Bitterkalte minus 18 Grad einzuhalten war für alle 18 Gefrierschränke kein Problem. Fällt aber mal der Strom aus, wird es in manchen schnell zu warm. Schlecht, wenn das Gerät das nicht ordentlich meldet. Weitere Tipps, auf die es ankommt, finden Sie hier.

Der Tiefkühlschlaf verlängert das Leben frischer Lebensmit­tel. Mi­nusgrade hemmen das Keimwachstum, schonen Nährstoffe und Vitamine. So bleibt alles monatelang frisch – wenn es richtig eingefroren und gelagert wird. Je größer der Vorrat sein soll, umso eher lohnt sich ein Gefrierschrank statt des Vier-Sterne-Fachs im Kühlschrank.

Die passende Größe kaufen

Gefrierschränke Test

Klare Anzeigen und eine gut erkennbare Warnleuchte erleichtern die schnelle Kontrolle.

Tipp: Für kleine Vorräte reichen 50 bis 80 Liter Nutzinhalt pro Person im Haushalt aus. Auch dann, wenn mehr Tiefkühlkost gekauft als selbst eingefroren wird. Wer aber regelmäßig viel Frisches einlagert, sollte pro Person schon 100 bis 130 Liter Nutzinhalt einkalkulieren.

Test: Die acht kleineren Standgeräte im Test mit bis zu 100 Litern Nutzinhalt sind groß genug für Singles und Kleinhaushalte. Die größeren bieten bis zu 230 Liter Platz für Hamsterkäufe, die Gartenernte und die Wohngemeinschaft. Auch Weihnachtsgans oder Puter kommen hier unter. Für solche Brocken gibt es häufig extra große Fächer oder ein Einschub lässt sich komplett herausnehmen. Was die Anbieter als Nutzinhalt in den Prospekten angeben, gilt meist ganz ohne Einschübe.

Den richtigen Platz wählen

Tipp: Wichtig ist, dass der Schrank nicht direkt neben der Heizung, dem Herd oder in der Sonne steht. Das treibt den Stromverbrauch in die Höhe. Andererseits darf es auch nicht eiskalt sein. Dann arbeiten die Kälteaggregate womöglich zu selten. Für den unbeheizten Keller lieber ein Modell wählen, dass für Raumtemperaturen ab 10 Grad Celsius (Klimaklasse SN) konzipiert ist.

Test: Alle Geräte funktionierten im Test einwandfrei, egal, ob es im Raum 25 oder 32 Grad Celsius warm war. Stets erreichten und hielten sie im Innern die erforderlichen minus 18 Grad. Auch Schwankungen stecken sie erfreulich gut weg.

Minus 18 Grad einstellen

Tipp: Stellen Sie minus 18 Grad ein, wenn Sie das Gerät das erste Mal in Betrieb nehmen. Welche Reglerstellung dazu erforderlich ist, steht in der Gebrauchsanleitung. Prüfen Sie nach einigen Tagen die Gradzahlen an verschiedenen Stellen nach, am besten mit einem Messfühlerthermometer. Das ist genauer als ein einfaches Gefrierthermometer.

Test: Herrschen nicht überall minus 18 Grad, muss dann nachjustiert werden. Manche Regler weichen einige Grade vom Sollwert ab, einige Displays zeigen tiefere Werte an, als tatsächlich herrschen. Kälter als minus 18 Grad sollte es aber nur vor dem Einfrieren größerer Berge Lebensmittel werden. Dazu Stunden vorher auf Superfrost stellen und so eine Kältereserve schaffen. Dann friert alles schneller durch und die schon gelagerten Sachen werden nicht zu warm.

Kälteakkus nutzen

Tipp: Kälteakkus schützen Tiefgekühltes zusätzlich. Am besten direkt auf die Lebensmittel ins obere Fach legen. Auch das Einfrieren geht dann schneller. Sind keine Akkus dabei, lohnt sich der Kauf.

Test: Fällt mal der Strom aus, soll es im Gefrierschrank möglichst lange frostig bleiben. Bei Temperaturen bis zu minus neun Grad geht es den Lebensmitteln noch gut. Darüber „kommen sie ins Schwitzen“. Ohne Akkus halten die Geräte im Test zwischen 10 und 27 Stunden aus, ehe sie diese kritische Zone erreichen. Mit Akkus dauert es wesentlich länger. Wie wichtig sie sind, zeigte sich besonders beim großen Quelle-Modell: ohne Akkus 12 Stunden Aufwärmzeit, mit vier Akkus 30 Stunden. Übrigens: Die Stundenzahlen in der Tabelle beziehen sich auf ein voll gepacktes Gerät mit Lebensmitteln aller Art. Um das nachzustellen, mussten wir die Schränke mit normierten Prüfpaketen, die magerem Rindfleisch entsprechen, bepacken – allerdings nur halbvoll, dann entspricht es der gemischten Beschickung. Die Anbieter nennen meist viel höhere Stundenzahlen. Für ihre Messungen bestücken sie den Schrank komplett mit solchen „Rindfleischpaketen“. Das ist unrealistisch. Wer hortet schon ausschließlich Rindfleisch?

Mit Strom geizen

Tipp: Gefrierschränke hängen rund um die Uhr am Netz. Strom zu sparen lohnt sich deshalb ganz besonders. Dicke Reifschichten zehren am Stromzähler. Regelmäßiges Abtauen schont den Geldbeutel. Ebenso Ordnung. Wer alles gut beschriftet und übersichtlich deponiert, findet später schnell das Richtige.

Test: Gut verpackt ohne Luftpolster, mit Namen, Datum und Menge versehen wandert der Vorrat in die Kälte. Praktisch, wenn alles seinen Platz hat: ein Fach für Gemüse, eines für Fleisch, eines für Fertiggerichte und so weiter. Transparente Fächer sollen die Übersicht erleichtern, beschlagen beim Öffnen aber leicht.

Haben sich Eisschichten von mehr als einem halben Zentimeter gebildet, sollte abgetaut werden, am besten im Winter: Gerät ausschalten, das Tiefgefrorene beispielsweise im Wäschekorb dick mit Zeitung umhüllen, an einem kühlen Ort deponieren (Balkon oder Keller). Einschübe herausnehmen und Schälchen mit sehr heißem Wasser auf jeden Boden stellen. Mehrmals das Wasser austauschen. Schon nach relativ kurzer Zeit lässt sich das Eis bequem ablösen. Jetzt nur noch auswischen, Fächer säubern, hineinschieben, die Superschaltung einstellen und alles schnell wieder einsortieren.

Öfter nach dem Rechten schauen

Tipp: Kontrollieren Sie ab und zu, ob noch alles in Ordnung ist. An- oder kurz Aufgetautes lässt sich bedenkenlos wieder einfrieren.

Test: Bei vielen Modellen leuchtet nur ein rotes Lämpchen, wenn etwas nicht stimmt. Das bleibt häufig längere Zeit unbemerkt. Im Test waren das oft diejenigen Kandidaten, die keine Akkus haben und deshalb bei einer Störung die Kälte vergleichsweise schnell verlieren. Besser ist ein warnender Piepton. Etliche Geräte signalisieren nach dem Stromausfall sogar, wie hoch die Temperatur warDoch manche warnen leider erst dann, wenn es drinnen schon wärmer als in einem Ein-Sterne-Fach des Kühlschranks ist.

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