Schadstoffe / Rückstände / Bakterien: Risiken und Nebenwirkungen

Geflügelteile (Hähnchen und Pute) Test
  • Salmonellen. Dass sie bei 20 Prozent der Hähnchen und mehr gefunden werden, ist nicht ungewöhnlich, in unserem Test waren sie aber kein Problem. Beim Menschen führen sie zu gefährlichen Erkrankungen mit Durchfall, Fieber – bei Geschwächten schlimmstenfalls mit tödlichem Ausgang. Riskant sind die Bakterien besonders bei allem, was unerhitzt verzehrt wird. Temperaturen über 75 Grad überleben sie nicht. Unhygienische Produktionsmethoden fördern die Übertragung.
  • Campylobacter. Auch diese sehr häufigen, hitzeempfindlichen Bakterien sind für sehr unangenehme Lebensmittelvergiftungen (Enteritis) verantwortlich. Sie verbreiten sich schnell beim Schlachtgeflügel.
  • Antibiotika. Sie werden gegen Krankheiten – auch vorbeugend – gegeben, aber auch als Masthilfsmittel, um den Fleischansatz zu fördern. Bestimmte Antibiotika wie die relativ billigen Tetrazykline sind zulässig, solange keine Spuren im Fleisch zurückbleiben. Sie lassen sich aber auf jeden Fall in Knochen nachweisen. Chloramphenicol ist ein verbotenes Breitbandantibiotikum, unbedenkliche Schwellenwerte sind nicht bekannt. Gleiches gilt für die ebenfalls EU-weit verbotenen Nitrofurane. Sie sind im Tierversuch krebserregend und über Fleisch aus Brasilien auch hier in Fleischprodukte gelangt. Neueste Untersuchungsmethoden ermöglichen es, Rückstände im Fleisch nicht wie bisher nur innerhalb von wenigen Stunden, sondern auch noch nach Wochen nachzuweisen.
  • Nitrofen. Das ebenfalls verbotene Unkrautvernichtungsmittel ist im Tierversuch krebserregend. Es geriet durch unsachgemäße Lagerung in Futtermittel und so ins Fleisch. Wir fanden im Test in keiner Probe Nitrofenrückstände.

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