Zucht und Verarbeitung: Von Intensiv bis Bio

  • Intensivhaltung: Anders als bei Legehennen ist beim Schlachtgeflügel Bodenhaltung üblich. Allerdings drängeln sich je nach Gewicht etwa 25 bis 30 Hähnchen auf einem Quadratmeter, überwiegend in Ställen mit Kunstlicht. Sitzstangen gibt es meist nicht. Die Einstreu wird während der 32- bis 45-tägigen Mastdauer nicht gewechselt. Am Schlachtband enden bisweilen bis zu 10 000 Tiere pro Stunde.
  • Alternativen: EU-weit wird unterschieden zwischen extensiver Bodenhaltung, Auslaufhaltung, bäuerlicher Auslaufhaltung und bäuerlicher Freilandhaltung. Die Bedingungen werden schrittweise besser für das Federvieh. Extensiv heißt: mehr Platz im Stall. Auslauftiere leben länger – mindestens 56 Tage – und haben noch mehr Freiraum inklusive Auslauf außerhalb des Stalls.
  • Öko/Bio: Das verlangt langsamer wachsende Rassen. Kennzeichen: mindestens 81 Tage bis zur Schlachtung, bis zu 3,5 Kilo schwer, reichlich Auslauf, Futter überwiegend aus hofeigenem Ökogetreide, keine Antibiotika. Der Futterverbrauch pro Tier ist fast doppelt so hoch wie in der Intensivmast.
  • Puten. Die Verhältnisse sind ähnlich wie bei den Hähnchen. Puten haben aber mehr Auslauf und Licht. Sie werden meist auf 12 bis 18 Kilogramm gemästet. Die Brust kann so schwer werden, dass das Tier Übergewicht nach vorn bekommt. Die Ansprüche an die Haltung steigen entsprechend den EU-Kriterien. Extensivhaltung verlangt mindestens 70 Tage bis zur Schlachtung, bäuerliche Auslaufhaltung 140 Tage, mehr Platz im Stall und bis zu 6 Quadratmeter Auslauf pro Tier. Ab „bäuerlicher Freilandhaltung“ ist der Auslauf unbegrenzt.

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