Gefahr im Auto Meldung

Eine ganze Reihe von Kindersitzen fürs Auto haben gefährliche Mängel: Das Schloss am Sicherheitsgurt einiger Modelle klickt zwar, rastet aber dennoch nicht immer sicher ein. Die Folge bei einem Unfall: Das Kind ist völlig ohne Schutz. Das haben laufende Tests ergeben. Gemeinsam mit verschiedenen Verbraucherorganisationen und Automobilclubs untersucht die Stiftung Warentest derzeit die Qualität von Auto-Kindersitzen.

Gurtschloss hält nicht

Fehlerhafte Gurtschlösser fanden die test-Ingenieure bei den Autokindersitzen Wavo Fix und Bimbo Fix sowie Chicco Zenith. Ebenfalls betroffen: Boulgom Kidconfort und Boulgom Maxiconfort. Diese Modelle werden jedoch in Deutschland nicht angeboten. Das Problem: Die Gurtschlösser rasten nur auf einer Seite ein, wenn die Zunge am Gurt schräg ins Schloss geführt wird. Bei einem Unfall hält das Schloss jedoch nur, wenn der Mechanismus auf beiden Seiten eingerastet ist. Die vollständigen Test-Ergebnisse werden Ende Mai präsentiert. Wegen der eklatanten Sicherheitsmängel warnen die am Test beteiligten Organisationen schon jetzt vor den genannten Modellen.

Forderung nach Rückruf

Die Hersteller der betroffenen Kindersitze sind bereits informiert. Die Stiftung Warentest hat außerdem die Gewerbeaufsicht eingeschaltet. Die am Test beteiligten Organisationen haben die Anbieter aufgefordert, die mangelhaften Kindersitze unverzüglich zurückzurufen und sie mit sicheren Gurtschlössern nachzurüsten.

Erste Hilfe für Eltern

Wer die fraglichen Autokindersitze bereits verwendet, sollte folgendes beachten: Beide Schlosszungen müssen sicher im Gurtschloss einrasten. Drücken Sie den Schlossmechanismus mit beiden Händen von jeder Seite zu. Wie zu erkennen ist, ob das Gurtschloss sicher verschlossen ist oder nicht, zeigt diese Abbildung.

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