Jährlich sterben in Deutschland etwa 1 800 Menschen an Radon, das bedeutet statistisch alle vier bis fünf Stunden einen Todesfall. Deshalb unterstreicht das Bundesumweltministerium die Forderung nach niedrigen Grenzwerten zum Schutz der Bevölkerung. Das radioaktive Edelgas, das in vielen Regionen aus dem geologischen Untergrund entweicht, soll in Gebäuden begrenzt werden. Für Neubauten schlagen die Experten einen Wert von 100 Becquerel pro Kubikmeter Luft vor, in Altbauten sollen 200 Becquerel pro Kubikmeter als Orientierungswert für Sanierungsentscheidungen gelten. Es bestehe „dringender Handlungsbedarf.“ Damit wirksame Schutzbestimmungen in Kraft treten können, ist eine Einigung mit den Bundesländern erforderlich.

Tipp: Wo die Gefahr durch Radon erhöht ist, zeigt die test-Umweltkarte aus Heft 10/06: siehe Schutz vor Radon. In gefährdeten Regionen kann – insbesondere bei ungenügender Kellerabdichtung – eine Analyse der Radonkonzentration sinnvoll sein.

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