Führt die Bank eine Überweisung aus, muss sie im Zweifel die Gültigkeit des Auftrags beweisen (Oberlandesgericht München, Az. 21 U 5943/01).

Geklagt hatte eine Frau, deren Bank von ihrem Konto über 290 000 Euro auf das Konto des Schwiegervaters überwiesen hatte. Als Auftrag konnte die Bank ein Fax des bevollmächtigten Schwiegervaters vorweisen. Er bestritt jedoch den Auftrag. Das Geld war weg, denn das Empfängerkonto unterlag einer Pfändung. Den Schaden zahlt nun die Bank, da sie die Richtigkeit des Faxes nicht beweisen konnte. Sie hatte nicht einmal nachgefragt, ob der Auftrag o. k. sei.

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