Gefälschte Arzneimittel Meldung

Sie können falsche, falsch dosierte oder auch gar keine Wirkstoffe enthalten, mit geändertem Haltbarkeitsdatum ausgezeichnet sein oder veränderte Packungsbeilagen enthalten - gefälschte Arzneimittel. In Deutschland ist das Risiko für Verbraucher noch relativ gering. Doch in vielen Ländern Afrikas und auch Asiens sieht das ganz anders aus. Und auch der Internetkauf von Medikamenten kann Gefahren bergen. test.de sagt, wie Verbraucher sich schützen können.

Hauptsächlich Antibiotika

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierte zwischen 1982 und 1999 mehr als 770 Fälle von Arzneimittelfälschung weltweit. Die meisten davon in Afrika und Asien. Besonders beliebt bei Fälschern: Antibiotika. Aber auch so genannte Lifestylemedikamente wie Viagra oder Schlankheitspillen stehen hoch im Kurs.

Fatale Wirkungen

Im besten Fall sind die gefälschten Arzneimittel perfekte Imitate mit den selben Inhaltsstoffen wie das Originalpräparat. Dann besteht für Verbraucher kaum ein Gesundheitsrisiko. Doch enthalten die Fälschungen keine Wirkstoffe oder sogar gesundheitsschädliche Wirksubstanzen, birgt die Einnahme hohe Risiken - bis hin zum Tod.

Gang zur Apotheke

Verbraucher haben keine Chance, gefälschte von echten Medikamenten zu unterscheiden. Allerdings: In Deutschland sind gefälschte Medikamente sehr selten. Doch wer ins Ausland verreist sollte sich vorher mit ausreichend Arzneimitteln eindecken - selbst wenn die Ware am Urlaubsort deutlich preiswerter erscheint.

Chinesische Wundermittel

Auch über das Internet können Verbraucher an gefälschte Arzneimittel gelangen. Hinzu kommen eine Vielzahl von online angebotenen angeblichen Wundermitteln und Pillen. Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit oft genug vor einzelnen Präparaten dieser Art gewarnt. Zwar sind dies keine Arzneimittel im herkömmlichen Sinn. Doch viele dieser Pillen und Tinkturen enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe wie beispielsweise stark wirksame Kortikoide oder synthetische Östrogene. Auch bei diesen Produkten können die Nebenwirkungen lebensgefährlich sein.

Tipp: Ausführliche Informationen der Stiftung Warentest zu einzelnen Medikamenten finden Verbraucher online auf den Seiten von Medikamente-im-Test.de.

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