Gefälligkeiten Meldung

Gefälligkeiten gehen ins Geld, wenn die Versicherung nach einem Unfall teurer wird.

Wer einem Freund „mal kurz“ den Wagen überlässt, zieht im Falle eines Unfalls den Kürzeren. Zwar muss der Fahrer dann die Schäden am Auto ersetzen, wenn er für den Unfall verantwortlich war. Für die Nachteile durch die Rückstufung des Eigentümers in der Kfz-Haftpflichtversicherung muss der Unglücksfahrer aber nicht zahlen.

Das entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe (Az. 17 U 121/02). Zugrunde lag ein Fall, in dem ein Autobesitzer einer Freundin den Wagen überlassen hatte, damit sie nach einem Discobesuch heimfahren konnte. Die nette Geste qualifizierte das Gericht als Gefälligkeit und nicht als stillschweigenden Leihvertrag. Nur bei einem Leihvertrag hätte die Fahrerin aber neben den Wagenschäden die Mehrkosten in der Versicherung zahlen müssen.

Tipp: Wer den Wagen weggibt, sollte die Unfallfrage vorher eindeutig regeln.

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