Geburtszentren Meldung

Früh- und Neugeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1 250 Gramm dürfen ab Januar 2011 nur noch in spezialisierten Geburtszentren behandelt werden, die mindestens 30 solcher Frühchen im Jahr versorgen. Die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses soll sicherstellen, „dass der zwingend erforderliche hohe fachliche Standard bei der Versorgung dieser besonders schutzbedürftigen Kleinstkinder gegeben ist“, erklärte Dr. Rainer Hess, der Vorsitzende des Gremiums. Es gehe darum, ihre Überlebenschancen ohne bleibende Behinderung zu erhöhen. Die Entwicklungschancen von Frühgeborenen steigen mit der Erfahrung der Ärzte und Fachkräfte und der Ausstattung. Das zeigen internationale Studien. Sie zeigen auch: In anderen europäischen Ländern überleben mehr Babys als hierzulande. Kliniken, die Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von 1 250 bis 1 499 Gramm versorgen, müssen – anders als bisher – keine Mindestzahl mehr erfüllen. Damit soll auch eine wohnortnahe Behandlung gesichert werden. Nach der Erstversorgung in einem spezialisierten Zentrum können dort auch Risikobabys weiter behandelt werden.

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