Geburt

Kaiser­schnitt ist denk­bar: Arzt muss abwägen

25.07.2013
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Geburt - Nutzen und Risiken des Kaiser­schnitts
Zwillinge. Zu zweit kommen sie allzu oft per Kaiser­schnitt. © Fotolia

Die meisten Kaiser­schnitte erfolgen bei „relativen Indikationen“. Dann wäre auch eine natürliche Geburt möglich. Ärzte müssen mit den Eltern die Risiken abwägen, etwa bei:

  • Becken­endlage. Das Kind liegt vor der Geburt mit dem Kopf nach oben. Einige Kliniken können trotzdem entbinden. Manche versuchen zuvor eine „äußere Wendung“ mit Hand­griffen an der Bauch­decke der Mutter.
  • Miss­verhältnis Kind zu Becken. Ob ein solches tatsäch­lich vorliegt, zeigt sich erst bei der Geburt. So passt sich das weiche Babyköpf­chen dem Becken der Mutter oft an.
  • Hohes Gewicht. Beträgt es voraus­sicht­lich mehr als 4 500 Gramm, ist das Baby vielleicht zu groß für den Geburts­kanal. In vielen Kliniken ist die Entbindung dennoch möglich.
  • Mehr­linge. Sie kommen meist per Kaiser­schnitt zur Welt. Bei Zwillingen ist das häufig nicht nötig – aber von der Klinik individuell zu prüfen.
  • Früherer Kaiser­schnitt. Die Narbe könnte reißen. Wenn keine weiteren Risiken bestehen, ist eine natürliche Geburt dennoch sehr oft möglich.
  • Stockende Geburt. Oft können Heb­ammen und Ärzte sie ankurbeln.
  • Schlechte kindliche Herz­töne. Sie können bei der Geburt Schlimmes bedeuten, müssen aber nicht. Zum Einschätzen fehlen klare Regeln.
25.07.2013
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