Gebühren Notar­gehalt nur für Notars­arbeit

0
Gebühren - Notar­gehalt nur für Notars­arbeit
Notar­kosten. Nicht immer ist ihre Höhe gerecht­fertigt. © Thinkstock

Ein Notar muss bei einem Testaments­entwurf Mandanten beraten oder ausdrück­lich die Verantwortung für den Schrift­satz über­nehmen. Nur dann darf er Leistungen nach dem Gesetz über die Kosten der freiwil­ligen Gerichts­barkeit für Gerichte und Notare (GNotKG) abrechnen. So urteilte das Land­gericht Münster (Az. 5 OH 8/16). Der Fall: Eine Frau wollte ihr Erbe regeln und wandte sich an einen Notar. Beraten wurde sie von einer Rechts­anwältin, die auch den Testaments­entwurf verfasste. Auf der Rechnung über 541,45 Euro wurden Notar­kosten nach der GNotKG geltend gemacht. Die Frau weigerte sich zu zahlen, weil sie von einer Anwältin betreut wurde und Anwälten nied­rigere Honorare zustehen. Sie bekam recht. Dass die Anwältin Angestellte des Notars ist, ist dem Gericht nach kein Grund, den Honorar­satz für Notare zu fordern.

0

Mehr zum Thema

  • Conny.legal Miet­preisbremse per Inkasso durch­setzen

    - Das Online-Portal Conny bietet seinen Kunden an, für sie auf die Miet­preisbremse zu treten – ohne Kostenrisiko. test.de hat das Angebot unter die Lupe genommen.

  • Jobkündigung und Abfindung Was tun, wenn die Kündigung kommt?

    - Wer den Job verliert, kann sich gegen die Kündigung wehren oder eine Abfindung sichern. Wir erklären die Rechts­lage und geben Tipps für Anwalts­suche und Steuererklärung.

  • Recht bekommen Günstig streiten – mit Legal Techs

    - Auffahr­unfall, Flug­verspätung oder Miet­erhöhung: Internetanbieter und Schlichtungs­stellen helfen dabei, Recht zu bekommen. test.de nimmt wichtige Angebote unter die Lupe.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.