Gebühren Meldung

Notar­kosten. Nicht immer ist ihre Höhe gerecht­fertigt.

Ein Notar muss bei einem Testaments­entwurf Mandanten beraten oder ausdrück­lich die Verantwortung für den Schrift­satz über­nehmen. Nur dann darf er Leistungen nach dem Gesetz über die Kosten der freiwil­ligen Gerichts­barkeit für Gerichte und Notare (GNotKG) abrechnen. So urteilte das Land­gericht Münster (Az. 5 OH 8/16). Der Fall: Eine Frau wollte ihr Erbe regeln und wandte sich an einen Notar. Beraten wurde sie von einer Rechts­anwältin, die auch den Testaments­entwurf verfasste. Auf der Rechnung über 541,45 Euro wurden Notar­kosten nach der GNotKG geltend gemacht. Die Frau weigerte sich zu zahlen, weil sie von einer Anwältin betreut wurde und Anwälten nied­rigere Honorare zustehen. Sie bekam recht. Dass die Anwältin Angestellte des Notars ist, ist dem Gericht nach kein Grund, den Honorar­satz für Notare zu fordern.

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