Gebraucht­wagenkauf Aufpassen bei „gekauft wie gesehen“

26.10.2016
Gebraucht­wagenkauf - Aufpassen bei „gekauft wie gesehen“
Augen­schein. Beim Auto­kauf kommt es nicht nur auf die Farbe an. ©  imago / McPHOTO

Privatleute setzen beim Verkauf eines gebrauchten Fahr­zeugs gern auf die Formulierung „gekauft wie gesehen“. Der Verkäufer will mit dieser sogenannten Besicht­klausel im Kauf­vertrag seine Haftung für Mängel am Wagen ausschließen. Dann haftet er nicht für Mängel, die bei einer ordnungs­gemäßen Besichtigung des Fahr­zeuges auffallen müssten. Der Käufer kann den Verkäufer allerdings für Mängel in Anspruch nehmen, die für ihn bei der anfäng­lichen Besichtigung nicht zu erkennen waren. Die Besicht­klausel nützt auch nichts, wenn der Erwerber des Fahr­zeugs später nach­weisen kann, dass der Verkäufer einen ihm bekannten Mangel arglistig verschwiegen hat. Der Käufer kann in diesem Fall eine Entschädigung verlangen oder den Vertrag rück­gängig machen.

Tipp: Nehmen Sie zur Besichtigung und Probefahrt fach­kundige Unterstüt­zung mit. Lassen Sie sich vom Verkäufer vertraglich zusichern, dass ihm keine Mängel oder Unfälle bekannt sind. Ausführ­liche Hinweise zum Kauf­recht finden Sie im FAQ Kaufrecht.

26.10.2016
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