Verkauft eine Firma ihre gebrauchten Autos an Privatpersonen, haftet sie für Mängel ebenso wie ein Autohändler. Gewährleistungsansprüche kann sie nicht einfach ausschließen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH, Az. VIII ZR 215/10). In dem Fall hatte eine Druckerei einen gebrauchten Renault Espace für 7 500 Euro an eine Frau verkauft und alle Gewährleistungsrechte ausgeschlossen. Die Käuferin forderte wenig später die Rückabwicklung des Vertrags wegen eines Klappergeräuschs im Motor. Die Druckerei lehnte das mit Verweis auf den Vertrag ab. Doch sie hätte die Gewährleistung für die Mängelfreiheit des Autos darin gar nicht ausschließen dürfen.

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