Gebrauchtwagenhändler müssen haften, wenn sich entgegen ihrer Behauptung herausstellt, dass der Tacho manipuliert wurde (Oberlandesgericht Koblenz, Az. 5 U 1385/03).

Eine Frau hatte einen Gebrauchtwagen gekauft. Der Tachostand betrug 207 172 Kilometer und der Händler versicherte, dass diese Angabe stimme. Später stellte sich heraus, dass das Auto über 300 000 Kilometer gefahren war.

Der Händler musste den Kauf rückgängig machen, obwohl er nichts von der Manipulation gewusst und sein Versprechen lediglich „ins Blaue hinein“ gemacht hatte. Der vereinbarte Ausschluss der Gewährleistung galt nicht, denn die Kundin durfte sich auf die 100-prozentige Zusicherung verlassen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 449 Nutzer finden das hilfreich.