Professionelle Autohändler müssen ihre Kunden auf erkennbare Schäden am Fahrzeug hinweisen. Zu diesem Zweck müssen sie auch immer die Dicke der Lackschicht messen, um auf diese Weise eventuellen Schäden auf die Schliche zu kommen (Landgericht München, Az. 6 O 12298/02).

Der Käufer eines gebrauchten Audi A 6 durfte den Kauf rückgängig machen. Der Händler hatte behauptet, ihm seien keine Unfallschäden bekannt. Laut Vorbesitzer war der Wagen tatsächlich auch unfallfrei. Später fand der Käufer aber heraus, dass der Audi an der rechten Vordertür für rund 600 Euro repariert worden war.

Da der Händler durch eine Prüfung des Lacks den Schaden hätte erkennen können und es auch keine Bagatelle war, musste er den Audi zurücknehmen und den Kaufpreis zurückzahlen.

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