Verbindung kappen

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, die Branding-Taste zu blockieren: Kunden können beim Mobilfunkbetreiber - außer bei T-Mobile - ihren Internet-Zugang sperren lassen. Auch dann ist die teure Taste funktionslos. Allerdings wirkt sich diese Sperre auch auf andere Datendienste aus. Das Versenden und Empfangen von MMS, E-Mail und der Download von Klingeltönen klappt ebenfalls nicht mehr. test.de sagt, was Sie tun müssen, um bei ihrem Mobilfunkbetreiber die Sperre einrichten zu lassen.

Kein Datentransport mehr

Die zweite Methode: das Sperren des Datentransports via GPRS (General Packet Radio Service). Dieser Dienst sorgt dafür, dass etwa bei der WAP-Funktion Daten zwischen dem Handy und dem WAP-Server ausgetauscht werden können. Die Betreiber bieten nur diese komplette GPRS-Sperre an. Betroffen ist davon aber auch der Versand und Empfang vom MMS (Multi-Media-Services) und E-Mail. Wer also den Datentransport via GPRS sperren lässt, kann keine Fotos per MMS verschicken.

T-Mobile sperrt nicht

Die Mobilfunkbetreiber haben unterschiedliche Konditionen: Die Sperre kostet bis zu 4,95 Euro.

  • T-Mobile: Das Sperren des GPRS-Datendienstes ist nicht möglich.
  • Vodafone: Vertragskunden können über die kostenlose Hotline 0800/1721212 (beim Handy einfach 1212) den Datentransport über GPRS sperren lassen. Das kostet einmalig 4,95 Euro.
  • E-Plus: Kunden können per Hotline (vom Handy 1000), Brief, Fax GPRS sperren lassen. Die Umstellung ist kostenlos.
  • O2: Vertrags- und Prepaidkunden haben die Möglichkeit, über die telefonische Kundenbetreuung (Handy: 55222) die GPRS-Sperre kostenlos zu veranlassen.

Mit WAP ins Internet

Eigentlich wäre es sinnvoll nur den WAP-Zugang zu sperren. Doch das geht nach Angaben der Anbieter aus technischen Gründen nicht. Warum? Die Branding-Taste des Handys stellt eine Verbindung mit dem Internet her. Damit ein portables Gerät mit einer relativ geringen Leistung wie etwa ein Mobiltelefon Internetinhalte darstellen kann, wurde die WAP-Technologie (Wireless Application Protocol) entwickelt. Die Mobilfunkbetreiber konfigurieren Handys so, dass Kunden automatisch über die hauseigenen WAP-Zugänge ins Internet gelangen. Und dieser Datentransport läuft über GPRS. Die Anbieter können also nur den Dienst und nicht das Protokoll sperren.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2861 Nutzer finden das hilfreich.