Gebrandete Handys Meldung

Wer ein gebrandetes Handy benutzt, kann schnell in die Kostenfalle tappen. Solche Geräte kennzeichnen die Mobilfunkbetreiber mit ihrem Label, weil eine prominent platzierte Taste speziell konfiguriert ist: Einmal drücken und schon ist der Kunde im kostenpflichtigen Internetportal des Anbieters. Das Problem: Viele drücken unabsichtlich den Knopf. Die Folge: Die Rechnung dafür summiert sich auf beachtliche Beträge. Die Lösung: Die Funktionstaste umprogrammieren. test.de zeigt für vier Handys und zwei Netzbetreiber, wie es geht.

Ins Internet gedrückt

Der Blick auf den Einzelverbindungsnachweis gibt Handynutzern manchmal Rätsel auf. Da finden sich jeden Monat mal 20 Cent, aber auch schon mal 10 Euro, die mit „Internetverbindung“, „WAP-Zugang“ oder „GPRS-Verbindung“ ausgewiesen sind. Doch die überraschten Kunden sind sich sicher, dass sie zwar telefoniert haben, aber nie mit ihrem Handy im Internet unterwegs waren. Denken sie zumindest. Wer darauf achtet, bekommt irgendwann heraus, dass er des öfteren versehentlich auf seine Internetportal-Taste gedrückt hat. Solche speziell präparierten Tasten haben T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2 auf ihren gebrandeten Handys. Die Knöpfe bringen den Kunden direkt ins Internet, wo er im Portal des jeweiligen Mobilfunkbetreibers Infos zu Wetter, Fußball und Politik abrufen können. Sobald Handynutzer die Verbindung durch den Tastendruck aufbauen, tickt der Gebührenzähler.

Den Weg verbauen

Gebrandete Handys Meldung

Sieben mal versehentlich gedrückt. 2,14 Euro bezahlt.

Dass Kunden einige Euro für Internetverbindungen auf ihrer Rechnung haben, obwohl sie nie surfen wollten, ist kein Einzelfall. Die Mobilfunkbetreiber bieten immer häufiger gebrandete Handys an. Zum einen können sie dadurch werbewirksam ihr Label aufs Handy setzen. Zum anderen verdienen die Betreiber mit dem Internetportal, weil die Kunden gezwungen sind, genau diesen Internetzugang zu nutzen. Und wie das Beispiel zeigt, gehen viele Handybesitzer ins Internet, ohne dass sie das bemerken. Vermeiden lässt sich dies nur, indem Kunden diese Taste anders belegen. Und zwar so, dass bei einem versehentlichen Drücken keine Verbindung aufgebaut wird und somit keine Kosten entstehen.

An vier Modellen durchgespielt

test.de zeigt das exemplarisch für vier Handys, wie es geht: Vodafone Motorola V600, Vodafone Motorola V300, T-Mobile Sharp GX10 und T-Mobile Sony-Ericsson T610. Die Methode, die Taste zu „debranden“, ist bei anderen Handys ähnlich. Wer Probleme hat, diese Schritte an seinem Handy erfolgreich nachzuvollziehen, sollte sich an seinen Mobilfunkbetreiber wenden.

Fragen Sie Ihren Betreiber

test.de hat das Deaktivieren der Branding-Taste für diese vier Modelle und die beiden Portale Vodafone-Live und t-zones ausprobiert. Schon bei den beiden Motorola-Modellen V600 und V300 unterscheiden sich die ersten Schritte zum WAP-Profil. Das bedeutet: Die Konfiguration gilt nur für die vier genannten Modelle. Allerdings: Die Methode wird bei den meisten Handys ähnlich sein. Wenn Sie ein anderes Gerät programmieren möchten oder mit einem dieser Modelle Probleme haben, wenden Sie sich an Ihren Mobilfunkbetreiber.

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