Gebäudeversicherung Meldung

Hauseigentümer verlieren ihren Versicherungsschutz, wenn sie nach einem Wasserschaden dem Gebäudeversicherer Kosten für Reparaturen unterschieben wollen, die mit dem Rohrbruch gar nichts zu tun haben. Der Versicherer muss dann überhaupt nichts zahlen, entschied das Oberlandesgericht Celle (Az. 8 U 86/09).

Der Eigentümer eines Altbaus hatte bei seinem Versicherer nach einem Leitungswasserschaden Handwerkerrechnungen in Höhe von rund 12 000 Euro eingereicht. Davon entfielen fast 1 900 Euro auf den Austausch zweier verrosteter Heizkörper und einer Duschwanne. Diese waren vom Wasserschaden aber gar nicht betroffen, sondern schon vorher reparaturbedürftig.

Jetzt bleibt der Hauseigentümer auf dem kompletten Schaden sitzen. Die Richter werteten sein Verhalten als arglistige Täuschung. Schon der Versuch, für nicht durch den Wassereintritt verursachte Reparaturen zu kassieren, führe dazu, dass der Versicherer auch für den tatsächlichen Schaden nicht mehr aufkommen muss.

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